Urteile

09.06.2010

Frauen bevorzugt!?

Der Fall: Eine Stadt suchte für die Beratung von und die Integrationsarbeit mit zugewanderten Frauen eine kommunale Gleichstellungsbeauftragte. Idealvoraussetzungen hierfür: ein abgeschlossenes Fachhochschulstudium bzw. eine vergleichbare Ausbildung in einer pädagogischen bzw. geisteswissenschaftlichen Fachrichtung. Es bewarb sich ein Diplom-Kaufmann/ Diplom- Volkswirt. Seine Bewerbung wurde allerdings abgelehnt: Er erfülle die Anforderungen der Stelle nicht, auch fordere § 5a der Niedersächsischen Gemeindeordnung die weibliche Stellenbesetzung.

Das Urteil: Der Bewerber fühlte sich diskriminiert und klagte auf Zahlung einer Entschädigung – erfolglos: Nach § 8 Abs. 1 AGG können Stellenausschreibungen auf ein bestimmtes Geschlecht beschränkt werden, wenn dieses Geschlecht nach der Art der Tätigkeit eine wesentliche und entscheidende Anforderung an die Stelle darstellt. Ein Schwerpunkt der Tätigkeit war hier die Arbeit mit zugewanderten Frauen. Der Erfolg der Arbeit wäre in diesem speziellen Fall bei Besetzung mit einem Mann gefährdet gewesen (BAG, 18.3.2010, Az. 8 AZR 77/09).

Artikel bewerten

Fanden Sie diesen Artikel hilfreich?

weniger hilfreich
Übermittlung Ihrer Stimme...
sehr hilfreich

Weitere Urteile zu diesem Thema

Arbeitsrecht-Shop

Schnell & Einfach:
eBooks und/ oder Vorlagen auswählen, bezahlen, herunterladen
und fertig.

Weiter zum Shop

Newsletter-Service

Ihrem Arbeitgeber immer einen Schritt voraus!

Unsere Rechtsanwälte halten Sie mit brisanten Rechtsfällen, Rechtstipps und Urteilen immer auf dem aktuellsten Stand – kostenlos und ganz bequem (1 x wöchentlich) per E-Mail.

Finden Sie hier Ihren Traumjob!

Der Jobturbo - die Suchmaschine mit über 200.000 Angeboten der besten Jobbörsen und Zeitungen.