So geben Sie Ihren Mitarbeitern Feedback in 4 Schritten
Zu den Werkzeugen moderner Personalführung gehört ein regelmäßiges Mitarbeitergespräch. Jeder Mitarbeiter, der ernsthaft nach besseren Leistungen strebt, braucht von Ihnen als Führungskraft permanent Informationen über seinen Leistungsstand. Denn Zielvorgaben ohne kontinuierliche Zwischeninformationen motivieren auf Dauer nicht.
Inhalte eines Feedbackgesprächs können sein: - Stand der Zusammenarbeit mit dem Vorgesetzten unter fachlichen und zwischenmenschlichen Aspekten
- Definition der Arbeitsaufgabe
- Arbeitsbedingungen
- Möglichkeiten der beruflichen Weiterentwicklung
- Zielvereinbarungen
Als Führungskraft sollten Sie sich auf jedes wichtige Feedbackgespräch gut vorbereiten. Das Gleiche können Sie von Ihrem Mitarbeiter erwarten. Die größte Kunst, die Ihnen als Führungskraft in so manchem Feedbackgespräch abverlangt wird, ist, die richtigen Worte zu finden: Wie sagen Sie einem Mitarbeiter, den Sie auf seine Schwächen aufmerksam machen wollen und müssen, wie Sie ihn sehen, ohne ihn dabei zu verletzen? Am besten halten Sie sich bei Ihren Feedbackgesprächen an den 4-Punkte-Leitfaden von Dr. Hans-Christian Altmann, Managementtrainer und Autor: 1. Beginnen Sie mit einem Lob, das sich auf einen oder mehrere spezielle Punkte der Arbeit bezieht, z. B.: „Ich finde es sehr gut, dass Sie jede Reklamationsbearbeitung konsequent an unseren festgelegten Qualitätsstandards ausrichten.“ Sprechen Sie dann sachlich und ohne Vorwurf die Punkte an, die in der letzten Zeit nicht so gut gelaufen und in Ihren Augen verbesserungswürdig sind. 2. Fragen Sie den Mitarbeiter nach seiner Meinung über seine eigene Arbeit. Auf diese Weise geben Sie ihm die Chance, seine Gefühle auszudrücken und wenn nötig Dampf abzulassen. Zum Beispiel: „Was haben Sie für ein Gefühl, wenn Sie an dieses Projekt denken? Wie beurteilen Sie die Mitarbeit Ihrer Teamkollegen?“ 3. Fragen Sie nach speziellen Erfolgserlebnissen: „Was ist Ihnen bisher bei diesem Projekt am besten gelungen?“ Lassen Sie den Mitarbeiter 3 positive Aspekte nennen. Gehen Sie andererseits nicht zu ausführlich auf seine negativen Kommentare ein. So bringen Sie den Mitarbeiter dazu, dass er nicht nur seine erfolgreichen Verhaltensweisen erkennt, sondern auch über sich selbst und seine Arbeit positiv denkt. Dadurch kommt er nach Ihrer Kritik wieder in einen positiven Gefühlszustand. Das ist wichtig für seine weitere Motivation. 4. Suchen Sie nach Verbesserungsvorschlägen: „Was würden Sie beim nächsten Mal anders machen?“ Das ist die entscheidende Frage zur Schärfung seines Bewusstseins und zur Veränderung seines Verhaltens. Versuchen Sie auf diese Weise mehrere neue Ideen und Vorschläge aus dem Mitarbeiter herauszuholen, indem Sie mehrmals geduldig und ohne jeden Druck nachfragen.
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