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9.7.2008

Klimaschutz in der Küche: So sparen Sie im neuen Jahr Energie und Geld

Energie ist teuer geworden, die Erde„fiebert“, und die Klimaschutzdebatte ist in vollem Gange. Analysieren Sie zu Beginn des neuen Jahres, was Sie 2008 konkret tun Können, z. B. durch die Planung von größeren Maßnahmen, wie Investitionen in erneuerbare Energien. Sich klimafreundlich zu verhalten ist nicht nur gut für die Reputation Ihrer Küche, sondern auch für die Bilanz Ihrer Energiekosten.

Wie Sie erneuerbare Energien für sich nutzen können
Bevor Sie sich für ein neues Heiz- oder Warmwassersystem entscheiden, müssen Sie festlegen, welche Abteilungen und Geräte an die neue Energieversorgung angeschlossen werden sollen bzw. können. Kosten und Amortisationszeiträume sind individuell sehr unterschiedlich.

Art der Energie
Einsatzmöglichkeit
Chancen und Grenzen
Sonnenenergie
Sonnenwärmeanlage (Solarthermie) mit Kollektoren auf dem Dach zur Erzeugung von Warmwasser und ggf. auch Heizwärme

Solarstrom (Photovoltaik) wird in das Stromnetz eingespeist und attraktiv vergütet
abhängig vom eigenen Wasserverbrauch, der zu heizenden Fläche, der Größe der Dachfläche und deren Ausrichtung

durch die Einspeisevergütung wird langfristig Gewinn erzielt, abhängig von der abgegebenen Menge
Biomasse
Holzpelletanlage als Heizung
benötigt Lagerraum für das Heizmaterial
Umweltwärme
Wärmepumpe zur Konzentration von Wärme aus Luft, Wasser oder Erdreich
abhängig von verfügbaren Wärmequellen, für Niedertemperaturanwendungen (z. B. Fußbodenheizung) geeignet
Windenergie
siehe Solarstrom
Kleinanlagen im ländlichen Raum überlegenswert, zu beachten sind Geräusch und Schattenwurf

Bauen Sie bewusst mit der Natur
Wenn Sie 2008 eine Erweiterung Ihrer Küche planen, lohnt sich in größeren Unternehmen ein Blockheizkraftwerk, das Stromerzeugt und Abwärme zum Heizen nutzt. Und als Ergänzung zu einer bestehenden Gasheizung kann eine Holzhackschnitzel-Heizung für mehrere 1.000 € Ersparnis sorgen. Wichtig : Informieren Sie auch Ihre Gäste über Ihr Energie-Engagement – Aspekte des Umweltschutzes fließen bei Gästen immer öfter in die Entscheidung für ein Hotel oder Restaurant mit ein.

Hier gibt es staatliche Fördergelder und Zuschüsse
Die wichtigsten Förderungen gibt es auf Bundesebene, aber es lohnt sich auch, im Bundesland, im Landkreis oder beim örtlichen Energieversorger nachzufragen.
  • Die Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) gewährt Darlehen mit attraktivem Zinssatz und seit kurzem auch Zuschüsse für Investitionen im Bereich Umwelt- und Klimaschutz. www.kfw.de
  • Das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) verantwortet das Marktanreizprogramm zur Förderung erneuerbarer Energien, z.B. Zuschüsse für Sonnenkollektoren oder auch die Beratung durch einen zugelassenen Energieberater (www.bafa.de).
  • Das Gesetz für den Vorrang Erneuerbarer Energien (EEG) fördert die Stromerzeugung aus erneuerbaren Energien, die Einspeisevergütung ist abhängig von Art und Größe der Anlage sowie vom Zeitpunkt der Inbetriebnahme.
  • Im Rahmen der 2006 ins Leben gerufenen Dehoga-Energiekampagne können Sie sich ein Energieprofil sowie Vorschläge zur Kostenreduzierung erstellen lassen, inklusive Informationen zu Energiekennzahlen (www.energiekampagne-gastgewerbe.de).

Tipp: Holen Sie sich Ihren Vermieter mit ins Boot
Denn dieser muss entsprechende bauliche Maßnahmen genehmigen. Vielleicht lässt sich gemeinsam ein Konzept für das ganze Haus oder den Wohnblock erstellen, so dass sich die Investitionen leichter und schneller rechnen, indem sie auf mehrere Schultern verteilt werden.

Begeistern Sie auch Ihr Team für energieeffizientes Arbeiten
Ihr Beitrag zum Klimaschutz funktioniert nur dann nachhaltig, wenn auch Ihr Team sich engagiert und motiviert mitmacht. An erster Stelle steht deshalb die Information Ihrer Mitarbeiter – nur wer das Ziel kennt, ist auch mit Eifer bei der Sache:
  • Neue Geräte brauchen eine gute Einweisung: Stellen Sie sicher, dass alle Mitarbeiter umfassend geschult werden und dass Arbeitsanweisungen ausliegen, z. B. Richtwerte für die Kühltemperaturen. Wichtig: Lassen Sie alle relevanten Dokumente auch für diejenigen übersetzen, deren Muttersprache nicht Deutsch ist.
  • Machen Sie Informationen zum Energieverbrauch und zu den Einsparungen öffentlich, z. B. mit einem Aushang oder bei Mitarbeitersitzungen: Die Dokumentation ist eine Anerkennung für die gemeinsame Anstrengung.
  • Fordern Sie Ihre Mitarbeiter auf, Energiesparideen bzw. Vorschläge für die Nutzung erneuerbarer Energien aktiv einzubringen. Diejenigen mit dem größten Sparpotenzial bzw. der höchsten Energieeffizienz werden dann am Jahresende prämiert.


Weitere Informationen und Praxistipps zur erfolgreichen Führung der Küche in der Gastronomie lesen Sie im „Küchenmanagement“ .

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