Wissen

27.06.2011

7 Tipps, wie Sie sich als Betriebsrat gegen verbale Attacken zur Wehr setzen

Ob es nun um eine Verhandlung oder einfach nur um ein Gespräch zwischen Ihnen und Ihrem Arbeitgeber geht – die Stimmung ist bei der Unterredung mit Ihrem Arbeitgeber häufig angespannt. Gerade bei politisch schwierigen Themen oder in Krisensituationen kommt es vor, dass Gespräche entgleisen und Ihr Arbeitgeber Sie als Betriebsrat heftig angreift. Damit die Situation nicht eskaliert, ist es wichtig, dass Sie gekonnt reagieren. Beherzigen Sie deshalb die folgenden 7 Tipps, wenn Sie angegriffen werden:

  1. Scheinargumente vermeiden: Lassen Sie die Finger weg von vordergründigen Scheinargumenten. Sprechen Sie Vorwürfe präzise an und verzetteln Sie sich nicht in Erklärungen.

  2. Vorwürfe widerlegen: Kontern Sie auf verbale Attacken, indem Sie Ihrem Angreifer vorwerfen, falsch informiert zu sein. Geben Sie Beispiele, die zeigen, was Sie als Betriebsrat leisten, bzw. begründen Sie, warum Sie eine Angelegenheit so entschieden haben.

  3. Langsam reden: Herrscht Krisenstimmung, nehmen Sie Ihrem aufbrausenden Arbeitgeber am besten den Wind aus den Segeln, indem Sie ruhig und deutlich reden. Denn reden Sie langsam, gewinnen Sie an Souveränität.

  4. Ziele vorher festlegen: Legen Sie das Ziel, das Sie erreichen wollen, vor jeder Verhandlung mit Ihrem Arbeitgeber fest. Werden Sie dann persönlich angegriffen, senden Sie klare Ich-Botschaften: „Ich fühle mich in dieser Situation nicht wohl. Aber mein Ziel ist es, eine tragfähige Lösung zu finden.“

  5. Fragen stellen: Gerade persönliche Angriffe kommen oft unvermittelt und treffen Sie unvorbereitet. Um Zeit zu gewinnen, stellen Sie Fragen wie „Wie meinen Sie das?“ oder „Wovon reden Sie?“. Während der Angreifer antwortet, können Sie sich sammeln und konzentriert antworten.

  6. Standardantworten parat haben: Persönliche Angriffe richten sich meist in unsachlicher Weise gegen die Qualität Ihrer Arbeit als Betriebsrat. Erleben Sie diese verbalen Attacken immer wieder, dann prägen Sie sich Standardsätze für die jeweilige Situation ein. So können Sie jederzeit das Tempo aus einer solchen Situation nehmen.

  7. Sachlich bleiben: Das A und O ist, dass Sie sich nicht auf das Niveau Ihres Angreifers herablassen. Bleiben Sie sachlich und argumentieren Sie mit Fakten. Dadurch zwingen Sie auch Ihren Kontrahenten zurück zur Sachlichkeit.    

Sie sehen: Mit der richtigen Strategie lassen sich verbale Attacken schnell entschärfen.


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„Hallo Herr Schrader, Ihren Beitrag zum Thema : `Wie berechne ich meinen Urlaubsanspruch`  fand ich sehr hilfreich, so wie viele andere Beiträge davor auch. Machen Sie weiter so.“

 

P. Müller aus B.