04.01.2010
07:20

Mobbing am Arbeitsplatz

Frage: „Ich bin fix und fertig und habe mich für heute auch bereits krank gemeldet. Es ist zwar der 1. Arbeitstag im neuen Jahr, ich kann es aber auch nicht ändern.

 

Ich wurde bereits vor Weihnachten und auch in den Tagen zwischen Weihnachten und Neujahr von meiner Teamleiterin gemobbt. Beispielsweise landete „zufällig“ eine Kundenbeschwerde auf dem Tisch und sie hat mich richtig fertig gemacht. Ich habe mich sogar heulend auf der Toilette eingeschlossen. Selbst wenn ich mit meiner Teamleiterin Probleme hatte, habe ich mich gegenüber den Kunden immer korrekt verhalten. Ich weiß nicht einmal wo die Beschwerde herkommt. Meine Teamleiterin wollte jedoch meine Argumentation gar nicht zur Kenntnis nehmen. Der Kunde hat immer recht hat sie gesagt. Nun steht Aussage gegen Aussage. Was soll ich machen. Was ist, wenn ich jetzt eine Abmahnung bekomme?“

Antwort: Ob Sie wirklich gemobbt werden, kann ich anhand Ihrer Aussagen so nicht feststellen. Mobbing ist ein fortgesetzter Angriff, der aus vielen kleinen Handlungen besteht. Diese Handlungen müssen für sich gesehen nicht ernsthaft und gravierend sein, erst in einer Zusammenschau verschiedenster Handlungen ergibt sich ein Mobbingverlauf.

Mein Tipp: Fangen Sie sofort an, ein Mobbing-Tagebuch zu führen. Halten Sie dort sämtliche Geschehnisse, die für Sie eine Mobbinghandlung darstellen, fest. Führen Sie das Datum, die Uhrzeit, den Handelnden, was geschehen ist und wie sie sich dabei gefühlt haben, auf. Ein solches Mobbingtagebuch ist für Sie zunächst ganz wichtig, damit Sie sehen können, ob Sie tatsächlich gemobbt werden, oder ob es sich um einzelne Schikanemaßnahmen handelt.

Sie sollten zunächst mit Ihrer Teamleiterin versuchen, offen über die Angelegenheit zu sprechen. Vermeiden Sie dabei das Wort „Mobbing“. Hat dieses Gespräch keinen Erfolg, gehen Sie eine Ebene höher. Dann sollten Sie direkt Ihr Mobbing-Tagebuch mitnehmen. Ihr Arbeitgeber kann nur dann etwas gegen Ihre Teamleiterin unternehmen, wenn ihm Fakten bekannt sind. Dabei ist es zunächst unerheblich, ob die Fakten bewiesen sind oder nicht. Er kann nichts unternehmen, wenn Sie allgemeine Floskeln vorbringen und diese nicht durch Tatsachen belegen können.

Es gibt mittlerweile genug Rechtssprechungen, wonach Ihr Arbeitgeber Sie schützen und tätig werden muss, wenn Sie gemobbt werden.

Also: Beginnen Sie heute noch, sich zu wehen!

 

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M.J
07.01.2010

Frage;Ich habe auch dieses Problem,es besteht seid fast einem Jahr.Erst wurden Kollegen unter Druck gesetzt mit Kürzungen,Kollegen gegenseitig aufwiegeln usw.Habe mich für sie eingesetzt und bin nun selber dran.Seid 8 Monaten führe ich Buch,seid über 4 Monaten schreibe ich alles auf und bin in ärztlicher Behandlung.Mein Arbeitgeber weiß Bescheid,hat sogar ein ärztliches Attest vorliegen von mir,bisher ist nicht viel passiert,ein Gespräch das wars vor Weihnachten.Muß ab Montag wieder arbeiten...keine Ahnung was auf mich zukommt.Laut Aussage einer Kollegin ist es noch schlimmer geworden...

S.R.
04.01.2011

Hallo. Ich habe ein ähnliches Problem. Im Sommer hatte ich eine Zerrung dre Sehne im Schultergelenk. War nur eine Woche krank geschrieben. Bin 2 Wochen unter extremen Schmerzen zur Arbeit gefahren. Nachdem ich eine Woche später dann wieder zur Arbeit ging hagelte es eine schriftliche Ermahnung. Von da an begann die ganze Schikaniererei. Völlig zu Unrecht. Erst wurde mir ein persönliches Gespräch versprochen und nach langer Nachfrage wurde mir gesagt es gäbe nichts zu besprechen. Ich werde nicht gemobbt und auch sonst sei alles ok. Über den Zeitraum hinweg gab es immer wieder neue Sachen die der Chefetage eingefallen sind. Im November fing dann noch eine Kollegin an, welche schon sehr lang dort schafft und Liebling vom Chef ist. 2 Tage totenstille im 4-Mann-Büro. Ich wurde von der 3. Kollegin gefragt ob ich nicht mit der anderen reden kann, denn die Stimmung im Büro ist unerträglich. 2 Wochen später wra wieer ein Knall und diesmal wurde ich wie Luft behandelt. Alle 3 lassen mich links liegen. Hab gefragt ob ich was falsch gemacht hab..aber nur Schulterzucken. War den Dezember über krank geschrieben wegen Mobbing. Habe am 27.12. meine Kündigung zum 31.01. abgeschickt. Zur gleichen Zeit (28.12.) schrieb mir die Firma eine Kündigung. Natürlich unbegründet. Seit dem 03.01. bin ich wieder im Büro. Hab nur noch 3 Wochen. Und was ist? Mein Schreibtisch wurde schon geräumt und gesäubert. Eine neue Kollegin für mich ist auch schon da.
Ich hoffe nur, ich schaffe das jetzt bis zum 21.1. und halte durch.
Wer solche Kollegen hat braucht keine Feinde mehr.

RA Schrader
05.01.2011

Liebe S.R,

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Herzliche Grüße
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