01.02.2010
08:12

Gemobbt und Fertiggemacht - Wehren Sie sich!

Frage: „Was kann man machen, wenn man gemobbt wird. Der Betriebsrat weiß alles, schaut aber weg. Ich werde nur ausgenutzt und benutzt. Man hat mir gedroht, weil ich nicht mehr einverstanden war, dass ich 25 Tage ohne freien Tag arbeiten gehe. Ich bin einfach nur fertig mit den Nerven. Mein Lohn wurde auch immer falsch bezahlt. Was kann ich tun?“

 
Antwort: Mobbing ist etwas Schlimmes. Es sind Verhaltensweisen,

  • die der Anfeindung, Schikane oder Diskriminierung dienen,
  • die fortgesetzt, aufeinander aufbauend oder ineinander übergreifend sind,
  • die nach ihrer Art und ihrem Ablauf im Regelfall einer übergeordneten,
  • von der Rechtsordnung nicht gedeckten Zielsetzung förderlich sind und
  • jedenfalls in ihrer Gesamtheit das allgemeine Persönlichkeitsrecht oder andere ebenfalls geschützte Rechte, wie die Ehre oder die Gesundheit des Betroffenen, verletzen.

obbing besteht also auf fortgesetzten Anfeindungen oder Schikanen, von denen jede isoliert betrachtet geringfügig und nicht justiziabel sein kann.

Die Auflösung von Mobbing: Bei der Auflösung eines Mobbing-Geschehens können Sie

  • entweder das Geschehene rechtlich aufarbeiten,
  • ausschließlich eine außergerichtliche Aufarbeitung mit Hilfe professioneller Unterstützung durch Psychologen, Ärzte und ähnlichem oder
  • eine Kombination der beiden Lösungsansätzen wählen.

Traurig ist es natürlich, dass Ihnen der Betriebsrat nicht hilft. Sie haben Anspruch darauf, dass Ihnen geholfen wird.

In jedem Fall sollten Sie sofort beginnen, ein Mobbingtagebuch zu führen. Nur so kann Ihnen geholfen werden. Schreiben Sie auf, was Ihnen wann passiert und ob es dafür Zeugen gibt.

Begeben Sie sich sofort in eine kompetente Beratung, auch wegen ihrer Gehaltsansprüche.


Falls Sie wirklich so viel arbeiten mussten, wie Sie es geschrieben haben, sollten Sie zudem unverzüglich das Amt für Arbeitsschutz informieren. Ihr Arbeitgeber darf Sie nicht so lange arbeiten lassen!


Außerdem empfehle ich Ihnen die Mustervorlage: Aufforderung zum Unterlassen von Mobbinghandlungen aus unserem Shop.





Fazit: Wehren Sie sich!

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