Mobbing - wann macht ein Prozess vor dem Arbeitsgericht Sinn?
Stellen Sie sich vor, Sie werden bereits seit Monaten oder Jahren gemobbt. Nunmehr ist Schluss und Sie wollen von Ihrem Arbeitgeber oder dem Mobber Schadenersatz und Schmerzensgeld. Außerdem möchten Sie vor allem, dass die Mobbing-Handlungen aufhören. Wann macht ein Verfahren vor dem Gericht Sinn?
Natürlich kommt es immer auf den Einzelfall an. Immer ist die Führung eines Mobbing-Tagebuchs entscheidend. Dies ist die erste Hürde, die Sie überwinden müssen. Ohne ein Mobbing-Tagebuch, macht ein gerichtliches Verfahren keinen Sinn. Dann scheitern Sie bereits auf der ersten Ebene, auf der Sie die Vorwürfe darstellen müssen. Eine ganz andere Frage ist die, ob Sie die Vorwürfe beweisen können. Vor dieser zweiten Ebene sollten Sie nicht zu viel Respekt haben. Vielfach werden Mobbing-Vorwürfe sogar von den Mobbern eingeräumt oder lassen sich tatsächlich durch Zeugen, Briefe oder E-Mail-Verkehr beweisen.
Die meisten Mobbing-Verfahren scheitern oder kommen gar nicht in Gang, da gar kein oder kein vernünftig und sachlich geführtes Mobbing-Tagebuch vorliegt.
Mein Tipp: Zwingen Sie sich dazu, Ihr Mobbing-Tagebuch in Tabellen-Form anzulegen. Damit ist gewährleistet, dass Sie nicht zu viel schreiben. Und ein sauberer Ausdruck mit dem PC ist für alle Seiten vorteilhaft. Schließlich soll auch ein Arbeitsrichter Ihr Tagebuch lesen können.
Also: Fangen Sie noch heute mit Mobbing-Tagebuch an!
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