Zu wenige Arbeitskräfte – wer schafft die Arbeit?
Der Kostendruck steigt und ausbaden müssen es häufig die Arbeitnehmer. Arbeit wird immer häufiger verdichtet. So habe ich kürzlich von einer Reinigungsfachkraft in einem Hotel gelesen. Das Hotel hat 30 Zimmer mit meistens jeweils 2 Betten. Diese Zimmer müssen täglich gereinigt werden. Hinzu kommt das tägliche Waschen der Wäsche sowie das Bügeln. Natürlich muss auch die Privatwäsche der Geschäftsführung mit erledigt werden. Weiterhin sind das Restaurant, die WC-Anlagen und die Küche zu putzen. Dafür sind allerdings nur 2 Angestellte insgesamt vorhanden. Diese schaffen die Arbeit nur, wenn sie täglich 12 Stunden und mehr arbeiten. Was sollen sie nur tun?
In einem solchen Fall hilft ein Blick in das Gesetz. Im Arbeitszeitgesetz ist eindeutig festgelegt, dass die tägliche Arbeitszeit von Arbeitnehmern 8 Stunden nicht überschreiten darf. Sie kann zwar auf bis zu 10 Stunden verlängert werden, aber nur dann, wenn innerhalb von 6 Kalendermonaten oder innerhalb von 24 Wochen im Durchschnitt 8 Stunden nicht überschritten werden. Es muss also im Anschluss eine Zeit geben, in der nur 6 Stunden täglich gearbeitet wird, wenn sie 10 Stunden an einigen Tagen arbeiten müssen.
Auch wenn es schwer fällt: Ich bin der Meinung, Sie dürfen nicht alles mit sich machen lassen. Natürlich kann schnell die Kündigung drohen, wenn Sie sich quer stellen. Andererseits haben wir eindeutige Gesetze in Deutschland, die dem Schutz aller Arbeitnehmer dienen. Auch wenn man bei der einen oder anderen Regelung sicherlich einmal „ein Auge zu machen kann“, gehört dazu sicherlich nicht die Arbeitszeit. Hier sollten alle Arbeitnehmer an einem Strang ziehen und die grundlegenden Regelungen des Arbeitszeitgesetzes sollten nicht angetastet werden.
Also: Wenn Sie die Arbeit nicht schaffen, lassen Sie sie liegen. Von Ihnen kann nicht erwartet werden, dass Sie regelmäßig mehr als 8 Stunden pro Tag arbeiten und erst recht nicht, dass Sie 12 Stunden und länger pro Tag arbeiten. Das ist rechtswidrig!
- 3 Kommentare
Hallo allerseits,
meiner Ansicht nach liegt hier die grundlegende Fragestellung gar nicht bei der absoluten Arbeitszeit. Wer beurteilt denn, wieviel Leistung vom Arbeitnehmer zu erwarten sein darf. Leistung ist Arbeit pro Zeit, und das nicht nur im physikalischen Sinne.
Ich formuliere mal eine Frage, die ganz und gar nicht meine Meinung demonstrieren soll:
"Was kann denn der Arbeitgeber dafür, dass der Arbeitnehmer die aufgetragene Arbeit nicht in der normalen Arbeitszeit schafft?"
Steht im Gesetz irgendetwas zur Begrenzung von Leistungserwartungen?
Mit freundlichen Grüssen
Mario Reschke
Sehr geehrte Frau Ott, sehr geehrter Herr Reschke,
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Montag-Freitag von 09:00 – 21:00 Uhr
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Wir würden uns freuen, wenn Sie uns kontaktieren und wir Sie bei der Lösung Ihres Problems unterstützen dürfen.
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