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04.09.2010
07:30

Bewertungen durch Kollegen – was halten Sie davon?

In einem Altenpflegeheim ist Folgendes passiert: Mitarbeiter erhielten Bewertungsbogen. Sie sollten aber nicht sich, sondern jeweils bestimmte Kollegen aus bestimmten Abteilungen bewerten. Das ganze sollte nicht anonym, sondern unter Angabe des Namens geschehen.

 

Sie können sich vorstellen, dass hierin ein erhebliches Gefährdungspotenzial steckt. Fühlt sich eine Kollegin zu schlecht von einer anderen bewertet, wird diese auf die Barrikaden gehen. Ein schlechtes Betriebsklima ist vorprogrammiert. All dies kann schnell zu einem Mobbingverlauf führen.

Wie würden Sie sich in einem solchen Fall verhalten? Stellen Sie sich vor, Sie sollen Ihre Führungskraft beurteilen und Sie geben eine negative Beurteilung ab. Was wird wohl in der Zukunft passieren? Sicherlich, dass diese Führungskraft Sie ebenfalls nicht positiv beurteilt. Was ist also zu tun?

Ich habe in dem speziellen Fall der Arbeitnehmerin geraten, sämtliche Kollegen mit „gut“ zu bewerten und sich damit jeglicher Kritik zu entziehen. Ich halte es grundsätzlich für keine faire Angelegenheit, dass Arbeitnehmer die Aufgaben von Arbeitgebern übernehmen. Es ist nicht Aufgabe von Arbeitnehmern, ihre Kollegen zu beurteilen. Dafür sind Vorgesetzte und Chefs da.

Wie sehen Sie das?

 

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