13.08.2010

Dürfen Arbeitslose in Urlaub fahren?

Arbeitslose und Hartz-IV-Empfänger müssen jederzeit erreichbar sein. Sie haben auf Job- oder Weiterbildungsangebote zu reagieren und müssen für die Arbeitsagentur oder die Arbeitsgemeinschaften zur Verfügung stehen.

Sie haben aber auch Anspruch auf Urlaub. 3 Wochen können Erwerbslosen bzw. Hartz-IV-Empfängern Urlaub gewährt werden. Ihre Leistungen bekommen Sie dann weiterhin.  
Wichtig ist vor allem: Melden Sie sich vorher bei Ihrer Arbeitsagentur oder der ARGE. Die Reise muss genehmigt sein! Wenn dies geschehen ist, können Sie sich während der 3 Wochen auch außerhalb Ihres Wohnortes oder im Ausland aufhalten. In der so genannten Erreichbarkeits-Anordnung (EAO) werden Einzelheiten dazu geregelt.

Bleiben Sie länger weg, ist dies nach einer Genehmigung auch möglich. Dann erhalten Sie allerdings mit großer Wahrscheinlichkeit kein Arbeitslosengeld mehr.

Ein letzter Tipp: Melden Sie sich nach dem Urlaub zurück. Dann kann Ihnen niemand vorwerfen, Sie seien nicht pünktlich aus dem Urlaub zurückgekehrt. Insbesondere eine Absenkung des Regelsatzes oder eine Sperrfrist ist so nicht möglich.

Wichtig:
Einen ausdrücklichen Anspruch auf Urlaub haben Hartz-IV-Empfänger nicht. Ist eine Vermittlung möglich, kann ein Urlaubsantrag zurück gewiesen werden.

Weitere Beiträge zu diesem Thema

 

23.10.2017
Falsche interne Beurteilung – das ist die Rechtslage

Frage: In unserem Unternehmen gibt es firmeninterne Beurteilungen. Ich mache meinen Job vernünftig und mache ständig Überstunden. Nun hat mir unser neuer Geschäftsführer, der mich gar nicht kennt, eine schlechte Beurteilung... Mehr lesen

23.10.2017
Diese Beschäftigungsverbote müssen Sie als Betriebsrat kennen

In arbeitsschutzrechtlicher Hinsicht am wichtigsten für Sie als Betriebsrat sind die Beschäftigungsverbote während einer Schwangerschaft. Welche Tätigkeiten eine Schwangere ausüben darf und welche nicht, sind für sie hier... Mehr lesen