11.06.2010

Auch Zusatzurlaub für Schwerbehinderte muss abgegolten werden

Der Fall: Geklagt hatte ein schwerbehinderter Arbeitnehmer, der von September 2004 bis zur Beendigung seines Arbeitsverhältnisses im September 2005 arbeitsunfähig erkrankt war. Von seinem Arbeitgeber verlangte er dann dreierlei: die Abgeltung des gesetzlichen Mindesturlaubs, die Abgeltung des Schwerbehindertenzusatzurlaubs und die Abgeltung des übergesetzlichen Tarifurlaubs für die Jahre 2004 und 2005. Nachdem ihm die Abgeltung des Mindesturlaubs zugesprochen worden war, forderte er vor dem BAG noch die Abgeltung des Schwerbehindertenurlaubs und des übergesetzlichen Tarifurlaubs.

Das Urteil:
Die Entscheidung des BAG fiel 2-geteilt aus: Abgeltung des Schwerbehindertenzusatzurlaubs ja, Abgeltung des tariflichen Mehrurlaubs nein (BAG, 23.3.2010, 9 AZR 128/09).

Weitere Beiträge zu diesem Thema

 

23.10.2017
Legen Sie die Modalitäten des BEM fest

Beim betrieblichen Eingliederungsmanagement (BEM) gibt es vieles zu beachten. Zurren Sie das Verfahren fest, am besten in einer Dienstvereinbarung. Wir haben für Sie dafür ein Muster entworfen:    ... Mehr lesen

23.10.2017
Die Berufsunfähigkeit im Arbeitsrecht

Berufsunfähigkeit tritt im Berufsalltag wesentlich häufiger auf, als viele Arbeitnehmer im ersten Moment vermuten. Aufgrund von Studien hat sich in der Vergangenheit herausgestellt, dass rund ein Viertel – also 25 Prozent –... Mehr lesen

23.10.2017
Änderung Arbeitszeugnis

Frage: „Ich habe ein Zeugnis erhalten und dort steht, dass ich „zur vollen Zufriedenheit“ gearbeitet habe. Ich möchte aber, dass der Passus „stets zur vollsten Zufriedenheit“ aufgenommen wird   Mehr lesen