verständlich, unabhängig, rechtssicher

Arbeitnehmerrechte und betriebliche Interessen rechtssicher vertreten und durchsetzen.


Der Sicherheitsbeauftragte – was ist das eigentlich?

04.06.2010

Ein Unternehmen mit mehr als 20 Beschäftigten und mit Sitz in Deutschland hat einen Sicherheitsbeauftragten zu bestellen. Dabei ist der Betriebs- und auch Personalrat zu beteiligen. In Unternehmen mit besonderen Gefahren für Leben oder Gesundheit kann der Unfallversicherungsträger anordnen, dass Sicherheitsbeauftragte auch im Unternehmen bestellt werden, die weniger Mitarbeiter beschäftigen.  
Die Sicherheitsbeauftragten haben den Arbeitgeber bei der Durchführung der Maßnahme zur Verhütung von Arbeitsunfällen und Berufskrankheiten zu unterstützen. Insbesondere müssen Sie sich vom Vorhandensein und der ordnungsgemäßen Benutzung der Schutzeinrichtungen und der persönlichen Schutzausrüstung überzeugen. Auch haben Sie andere Arbeitnehmer auf Unfall- und Gesundheitsgefahren aufmerksam zu machen. Der Sicherheitsbeauftragte soll nicht gleichzeitig der Vorgesetzte sein.

Verwechseln dürfen Sie den Sicherheitsbeauftragten nicht mit der Fachkraft für Arbeitssicherheit.

Ihr Arbeitgeber hat (zusätzlich) Fachkräfte für Arbeitssicherheit zu bestellen, soweit dies erforderlich ist. Auch die Fachkräfte für Arbeitssicherheit haben die Aufgabe, den Arbeitgeber beim Arbeitsschutz und der Unfallverhütung in allen Fragen der Arbeitssicherheit zu unterstützen. Gleiches gilt für Betriebsärzte, die die Aufgabe haben, den Arbeitgeber im Arbeitsschutz und der Unfallverhütung zu unterstützen. Betriebsärzte dürfen nur solche Personen werden, die berechtigt sind, den ärztlichen Beruf auszuüben und die über die zur Erfüllung der ihn übertragenen Aufgaben erforderlicher arbeitsmedizinischer Fachkunde verfügen.

Also: Unterscheiden Sie Sicherheitsbeauftragte, Fachkräfte für Arbeitssicherheit und Betriebsärzte.

Weitere Beiträge zu diesem Thema:

Der Übergang der Arbeitsverhältnisse auf einen neuen Arbeitgeber bedeutet nicht, dass Sie nun einen neuen Arbeitsvertrag erhalten. Grundsätzlich bleibt alles beim Alten – zunächst. Arbeitgeber wechselt – Pflichten bleiben...

| 18. August 2009

Frage: „Gestern habe ich einen Job angefangen. Ich muss jetzt Arbeitskleidung tragen, die mir mein Arbeitgeber zur Verfügung stellt. Wer bezahlt die eigentlich? Kollegen haben mir gesagt, dass die Kleidung anteilig von meinem...

| 2. Februar 2010

Der Fall: Geklagt hatte ein schwerbehinderter Arbeitnehmer, der von September 2004 bis zur Beendigung seines Arbeitsverhältnisses im September 2005 arbeitsunfähig erkrankt war. Von seinem Arbeitgeber verlangte er dann dreierlei:...

| 11. Juni 2010
© 2017, VNR Verlag für die Deutsche Wirtschaft