verständlich, unabhängig, rechtssicher

Arbeitnehmerrechte und betriebliche Interessen rechtssicher vertreten und durchsetzen.


Gesundheitsgefährdende Arbeiten – Finger weg!

13.10.2011

Ihre Gesundheit und vor allem Ihr Leben sind besonders wichtig. Lassen Sie deshalb die Finger von Arbeiten, die extrem  gesundheitsgefährdend sind. Auch wenn es vielleicht Probleme am Arbeitsplatz gibt: Es lohnt sich nicht, langfristige Gesundheitsschäden zu riskieren!  
In einem vom Oberlandesgericht Oldenburg entschiedenen Fall mussten 2 Arbeitnehmer einen Baum fällen. Sie hatten keine Ahnung davon – ebenso wie der Baustellenleiter. Dieser wies sie an, mit einem Kettenzug die Bäume mit einem baufälligen Schornstein zu verbinden. Dadurch sollte gewährleistet werden, dass die Bäume in die entsprechende richtige Richtung fallen. Das funktionierte aber nicht und die Schornsteine stürzten auf die Arbeitnehmer herab. Einer zertrümmerte sich mehrere Rippenwirbel und ist seitdem querschnittsgelähmt, der andere zu 20 % erwerbsgemindert.

Der Baustellenleiter hatte

  • selbst keine Ahnung von den Arbeiten,
  • hat die Arbeitnehmer falsch ausgewählt und
  • sie nicht vernünftig unterwiesen.

Deshalb wurde er jetzt auch zur Zahlung von 890.000 € verurteilt. Schönes Geld – aber die Gesundheit geht sicherlich vor!

Weitere Beiträge zu diesem Thema:

Heute habe ich gleich zwei Anfragen zu E-Mails am Arbeitsplatz erhalten. Da sie sich beide mit dem gleichen Thema beschäftigen, möchte ich sie gemeinsam beantworten. 1. Frage: „Hallo, mein Chef liest bei jeder Gelegenheit...

| 27. Januar 2010

Irgendwann wird der Sommer schon noch kommen – und dann sollten Arbeitgeber darauf achten, dass es im Büro nicht zu heiß wird. Die Arbeitsstättenverordnung fordert für Arbeitsräume gesundheitlich zuträgliche...

| 3. Juni 2010

Der Fall: Eine bei der Post angestellte Briefsortiererin in Teilzeit teilte ihrem Arbeitgeber mit, dass sie auch als Zeitungszustellerin (im Umfang von 6 Stunden pro Woche) bei einem anderen Unternehmen arbeitet. Dieses stellt...

| 9. Juni 2010
© 2017, VNR Verlag für die Deutsche Wirtschaft