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Arbeitnehmerrechte und betriebliche Interessen rechtssicher vertreten und durchsetzen.


Ihr Arbeitgeber muss Sie mit allem Nötigen versorgen

Ihr Arbeitgeber ist verpflichtet, Sie für Ihre Tätigkeit mit den dafür notwendigen Dingen auszustatten.

Dazu gehört:

  • Ein Arbeitsplatz, der den Arbeitsschutzanforderungen entspricht (auch in Ihrem Homeoffice, zum Beispiel Telearbeitsplatz inkl. der ergonomischen Voraussetzungen)
  • Büromaterial und / oder das nötige Werkzeug
  • Arbeitsschutzkleidung
  • Zugangsmöglichkeit zu Informationen (Internetanschluss)
  • Kommunikationsmittel (Telefonanschluss, ggf. Handy)
  • Die nötige Fortbildung (Er kann nicht von Ihnen verlangen, dass Sie die Kosten für betrieblich veranlasste Seminare tragen.)

Ist es für Ihre Aufgabe nötig – etwa wenn Sie als Außendienstler stets wertvolle Materialien mit sich führen –, muss Ihr Arbeitgeber beispielsweise auch die hierfür nötigen Versicherungen bezahlen.

  • Firmenwagen
  • Parkplatz

Also alles, was für Ihre Arbeit nicht unmittelbar benötigt wird.

Für bestimmte Arbeitnehmer gelten spezielle Regeln, etwa für Betriebsräte oder für Behinderte.

Seinem Betriebsrat muss der Arbeitgeber neben der nötigen Fachliteratur und Seminaren zum Thema auch die nötigen Kommunikationsmöglichkeiten wie etwa einen Internet- und Telefonanschluss zur Verfügung stellen, Zeit in Form einer Freistellung und gegebenenfalls sogar Büropersonal für die Verwaltung der Betriebsratsarbeit.

Sie haben zusätzlich zu der üblichen Ausstattung noch Anspruch auf speziell auf Sie abgestimmte Hilfsmittel, wie beispielsweise:

  • behinderungsspezifische Arbeitsausstattung und die hierfür nötige Schulung  
  • gegebenenfalls eine persönliche Arbeitsassistenz
Tipp: Die Kosten hierfür muss Ihr Arbeitgeber nicht oder zumindest nicht vollständig selbst tragen. Hierfür kann er Zuschüsse bekommen. Ansprechpartner hierfür sitzen in der Fachabteilung der Arbeitsagentur sowie im Integrationsamt.

Faustregel: Die Förderung wird umso höher sein, je spezifischer sie auf eine Behinderung ausgerichtet ist und je weniger sie damit über diese spezielle Einsatzmöglichkeit hinaus ihrem Arbeitgeber nutzt.

12.08.2009
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