18.08.2009

Insolvenz bedeutet nicht gleich Pleite

Oft sind es zahlreiche große Namen, die in einem Atemzug mit dem Wort Insolvenz genannt werden: Otto, Karstadt-Mutter Arcandor, Opel, Escada oder auch Unterwäschehersteller Schiesser.

Pleitefälle der großen Automobilzulieferer wie Tedrive, TMD Friction oder Stankiewicz zeigen, dass Insolvenz nicht das Aus bedeutet – alle drei Zulieferer mit tausenden Mitarbeitern produzieren munter weiter.

Neue Ziele: Sanierung statt Liquidierung

Das ist erst seit der Einführung der neuen Insolvenzordnung 1999 der Fall. Die alte Konkursordnung sorgte dafür, dass Unternehmen im Pleitefall vorzugsweise abgewickelt wurden – das bestehende Vermögen wurde dann schnellstmöglich zu Geld gemacht und unter den Gläubigern aufgeteilt. Heute sollen Unternehmen nach Möglichkeit saniert und weiter betrieben werden.

Wer kann den Antrag stellen?

Den Antrag kann das betroffene Unternehmen selbst – also die Geschäftsführung –  beim zuständigen Amtsgericht stellen, aber auch die Gläubiger (Unternehmen oder Privatleute, also auch Arbeitnehmer, die noch Ansprüche auf Bezahlung oder Lohn gegen das Unternehmen haben). In der Praxis ist es sogar sehr oft der Fall, dass die Sozialkassen wegen ausstehender Sozialversicherungsbeiträge den Antrag auf Insolvenz stellen.

Weitere Beiträge zu diesem Thema

 

23.10.2017
Verbotene Privatfahrten mit dem Dienstfahrzeug – Kündigungsgrund?

Fahren Sie beruflich ein Fahrzeug? Sind Sie vielleicht Auslieferungsfahrer in einem Paketservice, LKW-Fahrer in einer Spedition oder Fahrer eines Krankenfahrzeuges? Dann wird Sie diese Frage interessieren: Dürfen Sie... Mehr lesen

23.10.2017
BEM hat für schwerbehinderte Menschen besondere Bedeutung

Obwohl die gesetzliche Pflicht zum Angebot eines BEM für alle Arbeitnehmer mit entsprechenden Krankheitszeiten und bei allen Arbeitgebern gilt, hat es für schwerbehinderte Menschen noch eine ganz besondere Bedeutung zur Abwehr... Mehr lesen