13.07.2009

Internet und Internetnutzung am Arbeitsplatz – Teil 3: Vermeiden Sie ausuferndes Surfen

Wie in so vielen Betrieben ist vermutlich auch bei Ihnen das private Surfen an den Büro-PCs erlaubt. Stets stellt sich die Frage, wie lange Sie im Internet sein dürfen. Für alle Beteiligten ist es natürlich am besten, wenn der Arbeitgeber verbindliche Regeln aufstellt. Dann kann es zu keinerlei Missverständnissen kommen. 
Liegen aber keine klaren Regeln vor und duldet Ihr Arbeitgeber das Surfen, dürfen Sie zunächst erst einmal ins Netz. Meint Ihr Arbeitgeber dann, Sie wären zu viel im Internet unterwegs gewesen, sollte er Sie dazu anhören. Aber auch dann müssen Sie nicht gleich mit einer Kündigung rechnen. Im Regelfall hat er Sie zunächst abzumahnen, damit Sie Ihr Verhalten ändern können und, damit Sie überhaupt wissen, was der Arbeitgeber von Ihnen verlangt.

Deshalb könnte auch bereits eine Abmahnung unwirksam sein, da Sie ja letztendlich gar nicht wissen, wie lange Sie surfen dürfen. Das Landesarbeitsgericht Rheinland Pfalz hat in einem Urteil vom 02.03.2006 (AZ.: 4 Sa 958/05) entschieden, dass selbst bei einem ausdrücklichen Verbot der privaten Nutzung eine Kündigung wegen einer einstündigen Surfzeit im Internet nicht möglich ist.

Fazit: In diesen Fällen ist Fingerspitzengefühl gefragt. Übertreiben Sie es nicht mit der Nutzung, dann kann Ihnen auch nichts passieren.

Weitere Beiträge zu diesem Thema

 

23.10.2017
Neue ASR zur Barrierefreiheit

Kinos, Theater, Supermärkte – alle sind heutzutage barrierefrei gebaut. Und das ist auch gut so, denn Gehbehinderte, Blinde, Rollstuhlfahrer oder Personen mit Rollator sollen auch überall und uneingeschränkt hinkommen... Mehr lesen

23.10.2017
Probezeitverfall bei genehmigtem Urlaub

Was passiert eigentlich, wenn während der Probezeit ein Arbeitnehmer Urlaub nimmt? Verlängert sich in diesem Fall die Probezeit? Oder entfällt sie komplett? Die Probezeit dient der Erprobung des Mitarbeiters. Sowohl Arbeitgeber... Mehr lesen