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Bombe neben Betrieb – Wer zahlt bei einer Stilllegung?

23.08.2010

Immer wieder werden Bomben aus dem Zweiten Weltkrieg in Deutschland gefunden. So musste neulich tatsächlich ein Betrieb, in dessen Nähe eine solche Fliegerbombe gefunden wurde, für 6 Stunden geschlossen werden. Die Arbeitnehmer konnten nicht arbeiten und verlangten trotzdem Ihr Geld. Schließlich sind sie auf das Geld angewiesen und können nicht einfach auf 100 € und mehr pro Tag verzichten. 
Nein, das muss er nicht. Letztendlich kann er nichts für die Betriebsunterbrechung und dies ist auch der Grund, weshalb er nicht zahlen muss.

Anders sähe es aus, wenn die Betriebsunterbrechung auf seinem Verschulden beruht. Also  bspw., wenn er zu wenig Material bestellt hat und die Arbeitnehmer dann nicht weiter arbeiten können.

Fazit: Bei einer Fliegerbombe aus dem Zweiten Weltkrieg trifft den Arbeitgeber jedoch kein Verschulden, daher muss er den Lohn auch nicht zahlen.

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