26.08.2009

Überstunden – Achten Sie auf Ihre 400-€-Grenze

Gestern hatte ich Ihnen einige grundsätzliche Tipps über die Ableistung von Überstunden gegeben.

Sind Sie ein 400-€-Jobber? Dann passen Sie auf, dass diese 400-€-Grenze nicht überschritten wird.

Übersteigt Ihr regelmäßiges Entgelt die 400-€-Grenze, wird aus Ihrem bisher versicherungsfreien Beschäftigungsverhältnis ein versicherungspflichtiges Arbeitsverhältnis.  
Falls die Überstunden aber unvorhersehbar anfallen, führt die Bezahlung nicht zu einer Erhöhung des für die 400-€-Grenze zugrunde liegenden Entgelts. Dabei wird also die 400-€-Grenze nicht überschritten. Ein unvorhergesehener Anfall liegt beispielsweise bei einer plötzlichen Krankheitsvertretung vor. In diesen Fällen werden die Bezüge nicht zu dem regelmäßigen Arbeitsentgelt hinzugerechnet.

Negativbeispiel: Das funktioniert natürlich nicht im Einzelhandel vor Weihnachten. Hier sind die Überstunden gerade vorhersehbar und fallen regelmäßig an.

Achtung: Maximal in 2 Monaten im Jahr können Sie in solch einem Fall der unvorhergesehen Überstunden die 400-€-Grenze überschreiten.

Weitere Beiträge zu diesem Thema

 

23.10.2017
1-€-Jobs sind untauglich

Das Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) hat 1-€-Jobs untersucht. Danach zeigen sich erst 28 Monate nach Beginn eines solchen Jobs im Durchschnitt leichte positive Eingliederungswirkungen. Bei ostdeutschen... Mehr lesen

23.10.2017
Urlaub und Kurzarbeitergeld – Teil III: Transferkurzarbeitergeld

Ein aktuell veröffentlichtes Urteil des Landessozialgerichts Rheinland-Pfalz (Urteil vom 25.08.2009, Az.: L 1 AL103/08, veröffentlicht am 24.11.2009) ist gut für Sie: Sie haben Anspruch auf Transfer-Kurzarbeitergeld auch... Mehr lesen