10.01.2011

Überstunden: Unklare Regelungen können für Ihren Arbeitgeber teuer werden

Der Fall: Ein Arbeitnehmer forderte die Auszahlung seines Überstundenguthabens im Wert von 102 Stunden. Laut seinem Arbeitsvertrag bezog sich sein monatliches Bruttogehalt auf 45 Arbeitsstunden pro Woche. Dieses Volumen setzte sich aus einer regulären Arbeitszeit von 38 Wochenstunden sowie weiteren 7 Stunden Mehrarbeit wöchentlich zusammen. Mit dem vereinbarten Bruttogehalt sollten die Überstunden pauschal abgegolten sein. Der Arbeitnehmer klagte dennoch die Zahlung seines Überstundenguthabens ein.

Das Urteil: Das BAG kam hier zu dem Ergebnis, dass die arbeitsvertragliche Regelung unwirksam ist. Der Arbeitgeber muss zahlen. Es handelt sich hier um eine AGB-Regelung, die für den Arbeitnehmer zu unklar abgefasst wurde (BAG, 1.9.2010, 5 AZR 517/09).

Weitere Beiträge zu diesem Thema

 

23.10.2017
Personalratsbüro: Worauf Sie nicht verzichten sollten!

Als Personalrat haben Sie nach § 44 Abs. 2 Bundespersonalvertretungsgesetz (BPersVG) einen Anspruch auf die erforderlichen Sachmittel für Ihre Personalratsarbeit. So weit, so gut. Nur: Was sind die erforderlichen Sachmittel? Ein... Mehr lesen

23.10.2017
Berufskrankheit: Muss der Arbeitgeber Auskunft geben?

Ihr Arbeitgeber darf Sie nicht alles fragen. Nach einer Schwerbehinderung beispielsweise dürfen Sie nicht gefragt werden. Wie ist es aber umgekehrt? Welche Informationen dürfen Sie als Beschäftigter von Ihrem Arbeitgeber... Mehr lesen