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Aus ARGE wird das Jobcenter – Wissen Sie das schon?

Wissen Sie was ein Jobcenter ist? Seit dem 01.01.2011 heißen die Stellen Jobcenter, die das ALG II oder auch Hartz IV zahlen. Vorbei ist es mit der ARGE und wie die Stellen früher auch immer hießen. Jetzt müssen sich wieder alle umstellen und vom Jobcenter sprechen.
 
Außer dem Namen ändert sich allerdings nichts. Die Jobcenter betreuen auch weiterhin die Hilfebedürftigen nach dem SGB II. Die Umbenennung ist aufgrund einer gesetzlichen Änderung erforderlich geworden. Ansprechpartner, Adressen, Rufnummer und Öffnungszeiten bleiben unverändert. Auch neue Anträge müssen Sie nicht stellen. Die Zahlungen werden nicht unterbrochen und von der ARGE erlassene Leistungsbescheide bleiben unberührt. Das ganze kostet wieder einmal nur einen Haufen Geld, sämtliche Briefköpfe, Broschüren, Antragsvordrucke, Stempel und sonstiges muss einmal geändert.

Macht das eigentlich wirklich Sinn? Manchmal ist ein neuer Name ja auch ganz wichtig. Was aber, wenn sich wirklich nichts anderes Wesentliches ändert? Ich habe da so meine Bedenken.
Viele ALG-II-Bezieher sind bei der Beantragung von Geldern und Ähnlichem ohnehin hoffnungslos überfordert. Und noch die Prüfung eines Bescheides ist alles andere als einfach. Ohne ein entsprechendes Berechnungsprogramm ist es fast unmöglich. Und wer prüft die Berechnungsprogramme? So gut wie niemand außer den Jobcentern selber. Und die Frage, wer wann welche Leistungen erhält, ist ohnehin ausgesprochen schwierig zu beantworten. Das zeigt ja auch die tausendfache Anrufung der Sozialgerichte. Warum muss man also nun auch noch einen neuen Namen finden? Auch bei den Rechtsanwälten und den Sozialgericht müssen sämtliche Akten umgestellt werden. Die Akte heißt dann nicht mehr Müller ./. ARGE, sondern Müller ./. Jobcenter. Ist das wirklich sinnvoll? Wie sehen Sie das?

27.01.2011
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