verständlich, unabhängig, rechtssicher

Arbeitnehmerrechte und betriebliche Interessen rechtssicher vertreten und durchsetzen.


2011 – Ich will eine Lohnerhöhung!

Ich bin jetzt schon seit 10 Jahren im gleichen Betrieb tätig. Noch nie habe ich eine Lohnerhöhung erhalten. Ist das eigentlich in Ordnung? Wann kann ich endlich eine Lohnerhöhung verlangen?  
Leider sieht das Gesetz keine automatische Erhöhung von Lohn und Gehältern vor. Es ist also eine reine Verhandlungssache zwischen Ihnen und Ihrem Arbeitgeber. Anders sieht es natürlich aus, wenn auf Ihr Arbeitsverhältnis ein Tarifvertrag Anwendung findet. Dann muss sich Ihr Arbeitgeber daran halten.

Es gibt keinen gesetzlichen Grund, wonach Sie nach 10 Jahren eine Erhöhung erlangen können.


Wichtige Ausnahme: Ihr Arbeitsentgelt ist im Laufe der Zeit auf einen Wert gerutscht, der die Grenze der Sittenwidrigkeit erreicht hat. Das ist dann der Fall, wenn Sie schon vor 10 Jahren einen sehr geringen Stundenlohn hatten und dieser durch die Geldentwertung unter eine kritische Grenze gerutscht ist. Diese liegt bei ca. 2/3 des Entgelts, was Arbeitnehmer verdienen, die unter einen entsprechenden Tarifvertrag fallen. Oder andersherum gesagt: Ihr Arbeitsentgelt muss mindestens 2/3 von dem betragen, was in einem entsprechenden Tarifvertrag steht.

Haben Sie Zweifel, ob Sie wirklich genug verdienen, lassen Sie dies von einem Rechtsanwalt prüfen.

04.01.2011
Weitere Beiträge zu diesem Thema:

„Herr Schrader, können Sie mir helfen? Ich bekomme regelmäßig mein Geld. Das ist auch gut und richtig so. Allerdings wird es in den letzten Monaten immer später. Im Arbeitsvertrag haben wir vereinbart, dass das Geld bis zum...

| 13. November 2009

Nach Abschluss eines Arbeitsvertrags haben Arbeitgeber und Arbeitnehmer Rechte und Pflichten. Während Ihre Hauptpflicht Ihre Arbeitsleistung ist, schuldet der Arbeitgeber Ihnen dafür die vereinbarte Vergütung. Schriftliche...

| 19. August 2009

Das Bundesarbeitsgericht hat sich mit einer Klage auf Lohn bei Schwarzarbeit beschäftigen müssen. Stellen Sie sich Folgendes vor: Sie arbeiten „schwarz“, also ohne, dass Sie bei der zuständigen Krankenkasse angemeldet sind....

| 7. Juli 2010
© 2017, VNR Verlag für die Deutsche Wirtschaft