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Krankenversicherungsbeiträge steigen – Sie bekommen weniger Geld

Es soll einmal wieder eine Gesundheitsreform kommen. Wie bei jeder Gesundheitsreform steigen die Beiträge – sowohl für Sie als Arbeitnehmer, als auch für Ihren Arbeitgeber.

Wie eine wirkliche Reform aussehen könnte, weiß wohl in der Praxis niemand mehr. Dabei wäre das dringend nötig. Nun aber zu den einzelnen Kosten:  
Ihr Arbeitgeber kann vor zukünftigen Erhöhungen angeblich sicher sein. Der Beitrag wird einmalig auf 7,3 % angehoben und soll dann so bleiben. Ich wage einmal zu bezweifeln, dass dieses Ziel tatsächlich in den nächsten Jahren auch weiter verfolgt wird.

Für Sie als Arbeitnehmer steigt der Beitragssatz ebenfalls auf 7,3 % und weiteren 0,9 % sind auch noch von Ihnen zu tragen. Das macht dann also 8,2 %.
Da die Ausgabesteigerungen von der Politik offensichtlich einfach nicht mehr in den Griff zu bekommen sind, sollen die Krankenkassen einkommensunabhängige Zusatzbeiträge ihrer Mitglieder fordern. Das allerdings wird gedeckelt dadurch, dass Sie maximal 2 % Ihrer beitragspflichtigen Einnahmen für Zusatzbeiträge aufwenden müssen.

In die private Krankenversicherung können Sie künftig etwas erleichtert wechseln. Verdienen Sie einmalig pro Jahr mehr als 49.500 €, ist ein Wechsel möglich. Das sollten Sie sich aber genau überlegen. Ein Zurück in die gesetzliche Krankenversicherung ist in aller Regel ausgeschlossen.

Fazit: Ist die Reform eine wirkliche Reform? Jedenfalls steigen einmal wieder die Beiträge und auf Arbeitnehmer und Arbeitgeber kommen erhöhte Kosten zu.

02.10.2010
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