verständlich, unabhängig, rechtssicher

Arbeitnehmerrechte und betriebliche Interessen rechtssicher vertreten und durchsetzen.


Wann die Vergütung sittenwidrig ist

07.07.2010

Der Fall: Eine Dessoushändlerin in Sachsen arbeitete für 6 € in der Stunde. Sie ist gelernte Fachverkäuferin. Sie hätte daher gern mindestens 2/3 des ortsüblichen Tariflohns verdient, der in etwa bei 12,34 € liegt. Die Arbeitnehmerin klagte gegen ihren Arbeitgeber; sie wollte eine Bezahlung von 8,50 € in der Stunde.

Das Urteil: Die Arbeitnehmerin gewann. 6 € in der Stunde sind sittenwidrig; es besteht ein erhebliches Missverhältnis zwischen der geleisteten Arbeit (Warenannahme, Warenpräsentation, Kundenberatung, Kasse, Abrechnung, Umtausch, Reklamation, Gewährung von Preisnachlässen bei Mängeln) und der Entlohnung. Der Tariflohn von 12,34 € ist als übliche Vergütung anzusehen. Die Hälfte weniger zu zahlen ist sittenwidrig (ArbG Leipzig, 11.3.2010, 2 Ca 2788/09).

Weitere Beiträge zu diesem Thema:

Kündigen Sie Ihr Arbeitsverhältnis selber oder schließen Sie einen Aufhebungsvertrag, droht Ihnen eine Sperrzeit beim Bezug des Arbeitslosengeldes I. Die Sperrzeit beträgt in der Regel 12 Wochen und die Gesamtdauer des...

| 18. September 2010

Viele Arbeitgeber meinen noch immer, Aushilfen wären keine vollwertigen Arbeitnehmer. Das ist nicht richtig! Lediglich hinsichtlich der Sozialbeiträge und Steuern gibt es einige Besonderheiten. Arbeitsrechtlich sind...

| 1. März 2010

Frage: „Habe ich Anspruch auf Weihnachtsgeld während ich krank bin? Ich bin schon fast 1 Jahr arbeitsunfähig und wie es im Moment ausschaut auch weiterhin. Bekomme ich Weihnachtsgeld?“ 

| 15. Dezember 2009
© 2017, VNR Verlag für die Deutsche Wirtschaft