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Weniger Geld in der Tasche – wen wundert das wirklich?

Jetzt ist es amtlich! Das Deutsche Institut für Wirtschaftsforschung gab bekannt, dass vor allem in den unteren und mittleren Einkommensgruppen Arbeitnehmer unter Einberechnung der Geldentwertung Einbußen erlitten haben. Im Durchschnitt lag das Minus real bei 2,5 % – und das in den vergangenen 10 Jahren! 
Nur in den oberen Einkommensgruppen gab es 2010 leicht Zuwächse, aber auch hier auf die 10-Jahres-Sicht kaum eine Veränderung.

Was bedeutet das für uns? Klar ist, was wir jeden Tag alle erleben: Für uns wird das Leben teurer, denn wir haben weniger Geld in der Tasche. Das ist letztendlich ja auch kein Wunder, wenn die Gehälter so wenig steigen, wie in den letzten Jahren. Mit dazu beigetragen hat sicherlich auch der so genannte 400-€-Job. So gibt es in Deutschland ca. 5 Millionen ausschließlich geringfügig Beschäftigte, die also jedenfalls nicht über eine Arbeit sozialversicherungsrechtlich abgesichert sind. Dazu kommen dann noch einmal fast über 2 Millionen geringfügig Beschäftigte im Nebenjob.

Wie soll das weitergehen? Natürlich beklagen wir uns im europäischen und weltweiten Vergleich noch immer auf recht hohem Niveau. Trotzdem kann es doch wohl nicht sein, dass Menschen 40 Stunden in der Woche arbeiten und trotzdem zu wenig verdienen, um sich und ihre Familie zu ernähren und damit auf staatliche Sozialleistungen angewiesen sind.

Ein kleines Mittel, um aus dieser Misere raus zukommen, ist der staatliche Mindestlohn. Darüber sollte noch einmal intensiv nachgedacht werden!

31.07.2011
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