verständlich, unabhängig, rechtssicher

Arbeitnehmerrechte und betriebliche Interessen rechtssicher vertreten und durchsetzen.


Kündigung streikender Arbeitnehmer

Die Kündigung streikender Arbeitnehmer ist nicht immer möglich. Hat eine Gewerkschaft rechtmäßig zu Warnstreiks aufgerufen, darf ein Arbeitnehmer streiken. 
Das ist aktuell geschehen:

Die Industriegewerkschaft Bauen-Agrar-Umwelt hatte zu Streikmaßnahmen beim Gebäudereinigerhandwerk aufgerufen. Eine Arbeitnehmerin nahm an dieser rechtmäßigen Streikmaßnahme teil.

Das gefiel dem bestreikten Unternehmen gar nicht. Wegen der Streikteilnahme kündigte es das Arbeitsverhältnis fristlos.

Die Gewerkschaft und das Arbeitsgericht Berlin schoben dem einen Riegel vor. Sie sehen eine unzulässige Beeinträchtigung des Streikrechts (Beschluss des Arbeitsgerichts Berlin vom 14.10.2009, Az.: 1 Ga 18360/09).

Achtung: Kündigungen sind nur bei rechtmäßigen Streiks unwirksam. Wilde Streiks, zu denen insbesondere keine Gewerkschaft aufgerufen hat, sind stets rechtswidrig und können mit einer Kündigung des Arbeitsverhältnisses enden.

25.10.2009
Weitere Beiträge zu diesem Thema:

Endlich haben Sie einen neuen Job und freuen sich. Allerdings hat das ganze einen Hacken: Sie haben mit Ihrem neuen Arbeitgeber eine Probezeit vereinbart. Was geschieht nun, wenn Ihr Arbeitgeber während der Probezeit kündigt?...

| 19. April 2010

Heute möchte ich einige Berechnungsbeispiele zu Kündigungsfristen aufzeigen. 1. Fall: Im Arbeitsvertrag findet sich folgende Formulierung zur Kündigung: „Das Arbeitsverhältnis kann von beiden Parteien mit einer Frist von 3...

| 5. August 2009

Hier lesen Sie einen neuen aktuellen Fall des Bundesarbeitsgerichts (BAG). Der Sachverhalt: Ein Arbeitnehmer wurde aus betriebsbedingten Gründen am 19. Juni 2006 zum 31. Dezember 2006 gekündigt. Die Kündigung enthielt einen...

| 17. Dezember 2009
© 2017, VNR Verlag für die Deutsche Wirtschaft