29.01.2010

Kündigungsschutzverfahren von CDU-Mitarbeiterinnen – Wie kommt denn so etwas?

Bei der CDU in Nordrhein-Westfalen scheint es hoch herzugehen. Das Arbeitsgericht Düsseldorf hat in einer Pressemitteilung vom 16.12.2009 bereits mitgeteilt, dass eine Mitarbeiterin der CDU in Nordrhein-Westfalen gegen eine Kündigung vorgeht. Die CDU wirft der Arbeitnehmerin vor, vertrauliche Informationen ungenehmigt weitergegeben zu haben.  
Dies hat die Arbeitnehmerin zurückgewiesen. Die Kammerverhandlung findet am 15.03.2009 vor dem Arbeitsgericht Düsseldorf statt.

Haben Sie auch eine Kündigung erhalten? Ich empfehle Ihnen folgendes eBook:

Arbeitsgericht – Kündigungsschutzklage Runde 1
Kündigung erhalten? 6 heiße Tipps – von der Güteverhandlung bis zur Abfindung – wie Sie vor dem Arbeitsgericht die 1. Runde gegen Ihren Arbeitgeber gewinnen

Unverhofft kommt oft. Gestern lief noch alles glatt am Arbeitsplatz – und heute halten Sie Ihre Kündigung in den Händen. Was schiefgelaufen ist, spielt jetzt keine Rolle mehr.

Ab sofort heißt es: Pokern! Denn jetzt geht es nur noch um eins: Das liebe Geld.

In dem 44-seitigen eBook finden Sie  6 Tipps, wie Sie möglichst schon die 1. Runde im Arbeitsgerichtsprozess gegen Ihren Arbeitgeber gewinnen und sich eine satte Abfindung sichern.

Und es geht bei der CDU noch weiter: Am 22.01.2010 hat vor dem Arbeitsgericht Düsseldorf, Az.: 8 Ca 9413/09, eine andere Güteverhandlung stattgefunden. Eine weitere Arbeitnehmerin hat die CDU in Nordrhein-Westfalen verklagt. Die seit 22 Jahren bei der CDU beschäftigte Mitarbeiterin war u. a. für die Gruß- und Weihnachtspost des Generalsekretärs Hendrik Wüst verantwortlich. Weiterhin war sie bis Oktober 2009 Vorsitzende des Betriebsrats. In den Monaten April und September 2009 hat die Arbeitnehmerin wegen nicht versandter Geburtstagspost eine Abmahnung erhalten.

Dann kündigte die CDU fristlos. Sie wirft der Arbeitnehmerin vor, auch die Weihnachtspost nicht ordnungsgemäß versandt zu haben. Dagegen klagte die Arbeitnehmerin. Sie berief sich darauf, überlastet gewesen zu sein und nach der 2. Abmahnung ihre Arbeit ordnungsgemäß erfüllt zu haben. Eine gütliche Einigung kam nicht zustande und ein Kammertermin findet am 24.02.2010 statt. Wir werden weiter berichten. Es bleibt in deutschen Arbeitsgerichtssälen spannend!

Weitere Beiträge zu diesem Thema

 

23.10.2017
Schweinegrippe / Neue Grippe – Teil I

In den nächsten Blogs möchte ich noch einmal über das Schweinegrippe-Virus informieren. Auch hier ergeben sich immer wieder neue arbeitsrechtliche Besonderheiten.   Mehr lesen

23.10.2017
Das müssen Sie bei einer verhaltensbedingten Kündigung bedenken

Wenn Sie als Arbeitnehmer eine verhaltensbedingte Kündigung erhalten, ist das für Sie noch problematischer als eine betriebsbedingte oder eine personenbedingte Kündigung. Denn bei einer verhaltensbedingten Kündigung geht die... Mehr lesen

23.10.2017
Beleidigung

Eine Beleidigung im Betrieb kann dem Arbeitnehmer eine Abmahnung einbringen, bei groben Beleidigungen auch eine Kündigung. Der Arbeitgeber muss, bevor er seine Maßnahme trifft, abwägen und auch den Arbeitnehmer Entlastendes... Mehr lesen