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Opel und kein Ende

Über das Thema Opel schreibe ich nicht gerne. Kaum hat man einige Zeilen verfasst, sind sie schon veraltet. Trotzdem möchte ich versuchen, den bisherigen Stand der Dinge für Sie einmal kurz zusammenzufassen: 
1. Opel ist in Russland eine bekannte Premium-Marke. Künftig soll versucht werden, den russischen Markt zu erobern. Das ist auch sicherlich richtig, da Opel es bislang versäumt hat, entsprechende Auslandsaktivitäten in aller Deutlichkeit zu entfalten.
2. Ziel der Bundesregierung ist der Erhalt der vier Opel-Werke in Deutschland. Feste Zusagen zu Arbeitsplätzen gibt es bislang nicht
3. Bisher liegen nur Absichtserklärungen vor.
Künftige Eigentümer werden sein:

  • General Motors (GM) mit 35%
  • die russische Sberbank mit 35%
  • Magna mit 20%
  • Opelmitarbeiter und Händler mit 10%

4. Insgesamt benötigt Opel 4,5 Milliarden Euro, davon 350 Millionen            Euro als Soforthilfe. 500 bis 700 Millionen Euro wollen die Investoren       selber beisteuern.

5. Zur Rettung wird die europäische Gesellschaft von GM (also Opel und Vauxhall) zu 65% in eine Treuhandgesellschaft überführt.

6. Insgesamt sollen 10.000 Arbeitsplätze entfallen, davon 2.500 in Deutschland und davon wiederum 1.800 im Werk Bochum.

Fazit: Hoffentlich wissen die verantwortlichen Politiker genau, was sie tun. Bürgschaften und Kredite in Höhe von 4,5 Milliarden Euro sind kein Pappenstil. Eigentlich wollte ich Ihnen jetzt noch ausrechnen welche Kosten pro gerettetem Arbeitsplatz entstehen. Leider kann ich in meinen Taschenrechner 4,5 Milliarden Euro (= 4.500.000.000 Euro) nicht mehr eingeben. Ich wünsche jedenfalls allen Beteiligten, dass keine Jobs verloren gehen.

03.06.2009
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