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Welche Klagefrist müssen Sie nach einer Kündigung durch Ihren Arbeitgeber beachten?

17.08.2009

Sofern Sie als Arbeitnehmer die Rechtmäßigkeit einer Kündigung anzweifeln, haben Sie nach dem Kündigungsschutzgesetz die Möglichkeit, eine Kündigungschutzklage einzureichen.
Diese muss gemäß § 4 Satz 1 Kündigungsschutzgesetz (KSchG) jedoch innerhalb von drei Wochen beim zuständigen Arbeitsgericht eingereicht werden.

Sofern Sie die gesetzlich vorgesehene Frist nach § 4 Satz 1 schuldlos versäumt haben, können Sie nach § 5 KSchG immer noch eine nachträgliche Zulassung Ihrer Kündigungsschutzklage beantragen.

Fallbeispiel: Was ist schuldlos?

Der Arbeitgeber X lässt an einem Samstagnachmittag eine Kündigung gegen seinen Arbeitnehmer Y durch einen Boten in den Briefkasten von Y einwerfen. Da regelmäßig nicht von Y erwartet werden kann, dass er am Wochenende seinen Briefkasten kontrolliert, gilt die Kündigung erst an dem folgenden Montag als zugegangen. Außerdem hat Y am selben Samstag einen schweren Unfall und liegt vier Wochen im Koma.

Ohne Zweifel hat Y die dreiwöchige Klagefrist nach dem Kündigungsschutzgesetz versäumt. Allerdings kann man Y aufgrund seines Unfalls nicht unterstellen, dass er die Frist schuldhaft versäumt hat. Somit hat Y die Möglichkeit, die Kündigungsschutzklage nachträglich einzureichen.

Wichtig:

Soweit Ihr Arbeitsverhältnis nicht in den Geltungsbereich des Kündigungsschutzgesetzes fällt, entfällt für Sie auch die entsprechende Klagefrist nach § 4 Satz 1.

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