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Netzwerken für Schüchterne

SO ÜBERWINDEN SIE HEMMUNGEN AUF NETZWERKTREFFEN

Netzwerken gehört zu unserem Arbeitsalltag dazu und vereinfacht Ihnen einiges. Egal, ob es um neue Aufträge, neue Projekte mit Partnern oder Informationen geht: Wer über ein großes Netzwerk verfügt, ist in diesen Belangen besser aufgestellt.

Doch was ist, wenn Sie aber eher zu den schüchternen Typen gehören? Dann helfen Ihnen diese Tipps!

Sie sollten Netzwerk-Events auf keinen Fall meiden, nur, weil Sie vielleicht der Meinung sind, Small Talk liegt Ihnen nicht. Denn merken Sie sich eines: Gute Leistungen allein reichen
nicht aus, um in der eigenen Branche einen Namen zu haben. Sie müssen im wahrsten Sinne des Wortes auch ab und an mal Gesicht zeigen.

Worauf kommt es beim Networking an?

Eine gute Nachricht für Sie: Es kommt nicht einmal unbedingt auf die Masse der Kontakte an! Wenn Sie ungern netzwerken, müssen Sie sich nicht zwingen, gleich JEDES Event mitzunehmen.

Mein Tipp:
Nähern Sie sich dem Thema langsam an. Schauen Sie sich in Ihrem Markt um und finden Sie heraus, welche Köpfe hier interessant und wo sie anzutreffen sind. Oder noch besser: Schreiben Sie diese doch einfach direkt an und laden Sie sie zu einem Netzwerk-Dinner ein. Dann haben Sie schon die 1. Hürde überwunden, die Sie ohne diesen Schritt auf einem öffentlichen Event hätten: das Ansprechen.

Wenn Sie öffentliche Veranstaltungen besuchen und hier immer wieder merken, dass Sie Probleme haben, mit Leuten ins Gespräch zu kommen, gibt es einen ganz einfachen Tipp:
Nehmen Sie sich eine Begleitperson mit, in deren Gegenwart Sie sich wohlfühlen. So werden Sie gleich lockerer, und es fällt weniger schwer, mit Leuten ins Gespräch zu kommen, wenn man nicht ganz allein dasteht. Für den Einstieg könnten Ihnen diese Fragen helfen:

  • „Von welchem Unternehmen kommen Sie?“ „Was machen Sie beruflich oder über wen sind Sie hier?“ – Das ist wohl der Klassiker aller Small-Talk-Intros, aber ganz einfach umzusetzen.
  • „Wodurch lassen Sie sich inspirieren?“ Das ist schon ein etwas originellerer Opener. Es könnte sein, dass Ihr Gegenüber erst einmal nachdenken muss, denn dazu muss er ja selbst reflektieren – Sie aber bleiben definitiv durch Ihre originelle Frage im Gedächtnis.
  • Wenn Sie sich eher auf die persönliche Ebene begeben möchten, können Sie auch einen Teil Ihres Gesprächs mit Ihrer Begleitung aufnehmen und diesen als Opener nutzen. Zum Beispiel: „Wir haben uns gerade über das neue italienische Restaurant unterhalten, das letzte Woche geöffnet hat – waren Sie da auch schon?“ Oder: „Kennen Sie die neue Serie XY und sind auch so gefesselt?“ Die Inhalte lassen sich natürlich typgerecht austauschen!
  • Auch ein Klassiker, aber sehr einfach: „Wie fanden Sie den Vortrag?“ Voraussetzung dafür ist natürlich, dass es eine solche Präsentation gegeben hat. Wichtig ist dann aber, dass Sie
    Ihre eigene Meinung nicht gleich herausposaunen. Insbesondere wenn Sie den Vortrag nicht so gelungen fanden. Sonst verbreiten Sie sofort zu Beginn negative Stimmung. Und das
    blockiert.
    Eine inhaltliche und intellektuelle Auseinandersetzung mit dem Gesagten betont indes Ihre Gemeinsamkeit als Zuhörer und schafft neue Gesprächspunkte.
  • „Möchten Sie sich zu uns an den Tisch stellen?“ Oder: „Möchten Sie etwas trinken?“ – Das sind ideale Einstiege, wenn Sie Personen begegnen, die allein unterwegs sind und womöglich verloren an einem Tisch stehen.

Auch aufs Netzwerken kann man sich vorbereiten!

Auf Geschäftsessen oder Verhandlungen bereiten Sie sich vor – warum sollten Sie das also für ein Netzwerktreffen nicht auch tun? Gerade, wenn es Ihnen schwerfällt, spontan zu sein, ist es ratsam, sich schon im Vorfeld oben genannte Einstiege zu überlegen.

Da Sie ja ohnehin die Events wählen, bei denen Sie davon ausgehen können, interessante Personen zu treffen, schadet es nicht, sich ausreichend über diese zu informieren. Sie können ruhig auf öffentliche Informationen eingehen, die über das Unternehmen veröffentlicht wurden.

Vielleicht gab es einen Wechsel auf einer wichtigen Führungsebene? Ein neues Produkt wurde auf den Markt gebracht? Das alles können Informationen sein, die Sie nutzen können, um mit den Leuten ins Gespräch zu kommen.

 

Fazit_ppmFazit:
Sie sind nicht zu schüchtern!
Wenn Sie ein schüchterner Typ sind, sollten Sie diese Eigenschaft keinesfalls als Hürde sehen, um das Netzwerken voranzutreiben. Netzwerken ist wichtig für Sie, um Kontakte zu knüpfen und mit Ihrem Unternehmen weiterzukommen. Sie sollten deshalb besser mit Tricks daran arbeiten, Ihre eigene Schüchternheit abszustellen.

29.05.2016
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