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Wie Sie durch Ihre Wortwahl als Betriebsrat mehr Wirkung erzielen

Ihr Werkzeug in Verhandlungen ist die Sprache. Das dürfen Sie als durchaus wörtlich nehmen! Und allein durch den geschickten Einsatz von Worten und Sprache können Sie manches Verhandlungsziel schneller und effizienter erreichen.

Geübte „Verkäufer“ wissen: In der Kommunikation kommt es darauf an, nicht nur zu sprechen, sondern den Gesprächspartner ins Zentrum zu rücken. Schließlich wollen Sie bei ihm Wirkung erzielen. Wenn Sie dazu die Kraft der positiven Sprache nutzen, können Sie selbst einen hartnäckigen Verhandlungspartner schneller zum Einlenken bewegen.

1. Beachten Sie: Ihre Sprache hat Wirkung

Betrachten Sie eine Situation, wie sie häufig im Alltag vorkommt: Sie werden auf dem Flur zwischen Tür und Angel angesprochen, haben aber keine Zeit, da Sie zu einer Besprechung müssen. Also reagieren Sie wie folgt: „Tut mir leid, ich habe jetzt keine Zeit. Bitte melden Sie sich morgen wieder.“

Diese Auskunft entspricht sicherlich den Tatsachen. Objektiv ist nichts falsch daran. Sie ist sachlich verständlich – Sie sind schließlich tatsächlich auf dem Weg zu einer Besprechung und möchten nicht zu spät kommen. Doch wenn ein Arbeitnehmer ein sehr dringendes Anliegen hat, vielleicht wegen eines Vorfalls sogar emotional aufgeladen ist, kommt bei ihm an: „Der Betriebsrat nimmt sich keine Zeit für mich.“

Doch es geht auch anders

Sie könnten folgendermaßen reagieren: „Ich muss in 2 Minuten in einer wichtigen Besprechung sein. Deshalb kann ich jetzt leider nicht auf Ihr Anliegen eingehen. Aber morgen bin ich von 8.00 bis 10.30 Uhr definitiv in meinem Büro. Kommen Sie doch dann bitte einfach vorbei!“

Merken Sie den Unterschied?

In beiden Fällen bescheiden Sie den Wunsch nach einem sofortigen Gespräch erst einmal negativ. Doch der Unterschied liegt in der Wirkung beim Empfänger der Botschaft: Im 2. Fall erfährt er in mehrfacher Weise Wertschätzung: Die Begründung zeigt ihm, dass die Ablehnung nicht willkürlich geschieht.

2. Entwickeln Sie ein Bewusstsein für Ihre Sprache

Sie kommen im Alltag oftmals nicht umhin, ein Anliegen Ihres Gesprächspartners abzulehnen. Doch machen Sie das Beste daraus. Erzielen Sie trotzdem eine positive Wirkung auf der Beziehungsebene mit Hilfe einer bewussten, positiven Sprache:

  • Drücken Sie Verständnis für das Anliegen aus.
  • Lehnen Sie das Anliegen klar ab.
  • Nennen Sie eine kurze Begründung.
  • Formulieren Sie Ihr größtmögliches Entgegenkommen.

Denn gerade für Sie als gilt: Der Ton macht die Musik. Im wahrsten Sinne des Wortes!

02.08.2011
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