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Betriebsratssitzungen: Störende Einzeldiskussionen vermeiden

17.06.2016

Ineffektive Betriebsratssitzungen sind unerfreulich, demotivierend und kosten unnötig Zeit. Dazu, dass Betriebsratssitzungen nicht so zügig durchgeführt werden, wie es eigentlich zu erwarten wäre, tragen häufig Einzeldiskussionen von Teilnehmern bei. Wenn sich in Ihrer nächsten Betriebsratssitzung einzelne Gremiumsmitglieder unterhalten oder sogar aneinandergeraten sollten, holen Sie sie mit dem folgenden Stufenplan zurück zum Thema:

Stufe 1:
Wird diskutiert, während ein anderer Teilnehmer gerade einen Beitrag leistet, stoppen Sie kurz höflich mit dem Hinweis: „Moment bitte, Sie dürfen sich gleich vor allen äußern.“

Stufe 2:
Sprechen Sie einen Beteiligten direkt an und fragen Sie ihn nach seiner Meinung zum Gesagten. Oder bitten Sie ihn, seine Ansicht gegenüber allen Teilnehmern kundzutun.

Beispiel: „Herr …, Sie haben sich eben intensiv mit … ausgetauscht. Seien Sie doch so nett und stellen Sie uns allen Ihre Ansicht vor.“

Stufe 3:
Gehen Sie auf etwaige Störungen direkt ein. Und zwar ohne dabei sarkastisch oder ärgerlich zu werden.

Beispiel: „Ich fürchte, viele gute Ideen fallen unter den Tisch, wenn sie lediglich zwischen einzelnen Beteiligten im Raum diskutiert werden. Warten Sie doch bitte, bis Ihnen Redezeit eingeräumt wird, und teilen Sie Ihre Ideen mit uns allen.“

Stufe 4:
Stellen Sie fest, dass die Verursacher auch nach einer direkten Ansprache die Gespräche nicht unterlassen, überlegen Sie, ob es sinnvoll wäre, die Sitzung zu unterbrechen und allen eine Pause zu gewähren.

Wenn Sie davon ausgehen, dass die Störer nach einem individuellen Austausch wieder ruhiger an der Sitzung teilnehmen, sollten Sie die Sitzung für 5 oder 10 Minuten unterbrechen.
Andernfalls sollten Sie, je nachdem, wie dringend die zu besprechenden Themen und die zu fassenden Beschlüsse sind, überlegen, ob Sie die Sitzung vorzeitig beenden und an einem anderen Termin fortsetzen.

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