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Digitalisierung der Arbeitswelt für Menschen mit Behinderungen

Die Digitalisierung in der Arbeitswelt schreitet voran. Die Bedeutung dieser Entwicklung für die Teilhabe behinderter Menschen am Arbeitsleben hat inzwischen Fachwelt und Politik erreicht. Diese Diskussion ist nun vom Bundesministerium für Arbeit und Soziales in den Rahmen des Dialogprozesses „Arbeit 4.0“ eingebunden.

 

REHADAT hat am 7.2.2017 im Kölner Institut der Deutschen Wirtschaft eine Fachtagung zu diesem Thema durchgeführt. Während einige Experten tatsächlich beschäftigungsmäßige Risiken befürchten, waren die Mehrzahl der Teilnehmer und auch einige der Referenten optimistisch. Digitalisierung wurde als Chance gesehen.

Der Wandel verlangt aber von allen Erwerbstätigen vermehrte Anstrengungen im Bereich des lebenslangen Lernens. Klar wurde: So richtig absehbar sind die sozialen Folgen der Digitalisierung auf die Beschäftigungschancen von Menschen mit Behinderungen noch nicht.

Das Projekt REHADAT wurde von Projektleiterin Petra Winkelmann als ein Beispiel digitaler Chancen im Bereich der Informationstechnologie vorgestellt. Mit Dr. Dietrich Engels (Geschäftsführer des Instituts für Sozialforschung und Gesellschaftspolitik Köln), Alexander Eckhardt (Inclusion Lead Germany, SAP SE Walldorf) und Kirsten Vollmer
(Stabsstelle Berufliche Bildung behinderter Menschen im Bundesinstitut für Berufsbildung) haben 3 namhafte Experten das Thema Digitalisierung der Arbeitswelt und Industrie 4.0 aus unterschiedlichen Blickwinkeln betrachtet:

In der Schlussdiskussion am Ende fand der Satz von Frau Vollmer „Die Risiken zu sehen heißt, die Chancen zu vergrößern“ breite Zustimmung aller Teilnehmer.

Tipp: Die Chancen der Digitalisierung erschließen sich schwerbehinderten Menschen nur, wenn sie sich darauf fortbildungsmäßig vorbereiten. Achten Sie auf die Beteiligung Ihrer Klientel an einschlägigen Fortbildungsmaßnahmen. Mehr Infos zur Tagung finden Sie auf http://tinyurl.com/iwkoeln-de-Fachtagung.

16.06.2017
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