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Inklusionsbarometer Arbeit: 2016 ging es gut voran

09.05.2017

Seit dem Jahr 2013 erstellen die „Aktion Mensch“ und das Handelsblatt Research Institute das Inklusionsbarometer Arbeit. Mit einigen einfachen Indikatoren wird der Stand der Inklusion Jahr für Jahr gemessen. Das 4. Inklusionsbarometer Arbeit 2016 bringt wieder gute Nachrichten: In der Arbeitswelt wird Inklusion immer alltäglicher.

 

 

Zum ersten Mal sind die Arbeitgeber optimistischer als die Mitarbeiter mit Behinderung. Allerdings gibt es weiter großen Verbesserungsbedarf.

Das Inklusionsbarometer Arbeit erreicht für das Jahr 2016 einen Wert von 106,7. Er liegt damit deutlich höher als im Jahr 2015 mit 101,2. Die Inklusion macht also weiterhin Fortschritte.

Allerdings: Von 3,2 Millionen Menschen mit Behinderungen im erwerbsfähigen Alter sind 1,79 Millionen nicht in den Arbeitsmarkt integriert. Das ist mehr als die Hälfte! Bei der Bevölkerung insgesamt im erwerbsfähigen Alter ist dagegen nur 1/4 nicht integriert: 75 % sind in Arbeit, bei Menschen mit Behinderungen sind dies nur 50 %.

Lücke bei Erwerbstätigkeit muss geschlossen werden

Es muss daher nach Auffassung der „Aktion Mensch“ unverändert Ziel der Inklusionspolitik sein, diese Benachteiligung bei der Erwerbsbeteiligung so weit wie irgendwie möglich zu beseitigen. Die Digitalisierung der Arbeit kann dann dabei helfen, wenn es gelingt, die digitalen Technologien barrierefrei zu gestalten.

Digitale und technische Hilfsmittel tragen dazu bei, Barrieren abzubauen. Sowohl Arbeitnehmer als auch Arbeitgeber erkennen die Digitalisierung am Arbeitsmarkt als Chance. Digitalisierung wird überwiegend positiv bewertet. So sehen 68 % der befragten Arbeitnehmer die Übernahme körperlich anstrengender Arbeiten durch Maschinen und die Entstehung neuer Berufsfelder als Gewinn. Insgesamt betrachten 70 % der oft gut ausgebildeten Menschen mit Behinderung den Wandel zum „Arbeitsplatz 4.0“ als positiv.

Doch nicht alle profitieren von der Digitalisierung: Für Menschen mit einer Lernbehinderung fehlt es an Schulungen für die digitale Zukunft. Auch andere Gruppen benötigen gezielte Weiterbildung, um an den Chancen der Digitalisierung teilhaben zu können.

Tipp: Die gemeinsame Autorenschaft von „Aktion Mensch“ und Handelsblatt Research Institute gibt den Argumenten des Inklusionsbarometers besonderes Gewicht. Davon können Sie profitieren: Weisen Sie Ihren Arbeitgeber darauf hin, dass sogar das Kompetenzcenter des Handelsblatts die Inklusion auf dem Arbeitsmarkt befürwortet.

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