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Wie bereiten Sie Ihrem Arbeitgeber die UN-BRK für die Praxis auf?

Wenn sich Arbeitgeber mit der UN-BRK beschäftigen, sehen sie sich nicht selten überfordert. Ergreifen Sie diese Chance und helfen Sie Ihrem Arbeitgeber, die Konvention im Unternehmensalltag zu berücksichtigen. Folgender Leitfaden hilft Ihnen dabei.

1. Unterstützen Sie ihn bei den Formalitäten

Wenn Ihr Arbeitgeber Menschen mit Behinderungen einstellt, kann er auf verschiedene Förderungsmöglichkeiten wie den Eingliederungszuschuss der Agentur für Arbeit zurückgreifen. Machen Sie ihn ggf. darauf aufmerksam und beraten Sie ihn bei der Vorgehensweise.

2. Fördern Sie die Bewusstseinsbildung

Vermitteln Sie Ihrem Arbeitgeber ein Gespür dafür, welche Bedürfnisse seine Mitarbeiter mit Behinderungen haben. Es wäre schade, wenn er beispielsweise bei der barrierefreien Gestaltung von Arbeitsplätzen Bemühungen am jeweils notwendigen Bedarf vorbei anstrengt. Stoßen Sie nach Möglichkeit zunächst an der Stelle Veränderungen an, die für Ihren Arbeitgeber besonders interessant sind und bei denen er mit möglichst wenig Aufwand barrierefreie Lösungen erreicht.

3. Nutzen Sie Ihre Möglichkeiten der Kommunikation

Kommunizieren Sie im Zusammenhang mit der UN-BRK zwar diplomatisch, aber verkaufen Sie sich auch nicht unter Wert. Besonders wichtig ist das persönliche Gespräch mit dem betroffenen schwerbehinderten Kollegen. Das baut zwischenmenschliche Unsicherheiten ab und sorgt für Verständnis.

4. Klären Sie aktiv über die UN-BRK auf

Gehen Sie aktiv auf Kollegen ohne Behinderung und die Unternehmensleitung zu. Stellen Sie wenn nötig das Ziel der UN-BRK richtig, nämlich Benachteiligungen von Arbeitnehmern mit Behinderungen auszugleichen. Betreiben Sie eine nachhaltige Öffentlichkeitsarbeit, z. B. durch Infoblätter und Reden auf Personalversammlungen. Ziehen Sie auch in Erwägung, einen Themenabend zur UN-BRK abzuhalten.

Fazit

Durch Ihren Stellenwert und Ihre Erfahrung haben Sie beste Voraussetzungen, Ihrem Arbeitgeber bei der Umsetzung der UN-BRK zu helfen. Nutzen Sie dafür Ihre Empathie, die Sie durch Ihr Engagement für und im Umgang mit schwerbehinderten Kolleginnen und Kollegen erworben haben. Damit Sie es in der Praxis einfacher haben, sollten Sie bei Bedarf nachdrücklich dafür werben, einen Aktionsplan bzw. eine Inklusionsvereinbarung zu erstellen. Denn konkrete Zielvereinbarungen erleichtern es allen Beteiligten, die Situation für schwerbehinderte Arbeitnehmer zu verbessern. Mit folgender Checkliste können Sie sicherstellen, dass Sie einen guten Aktionsplan ausgearbeitet haben:

Checkliste: Was macht einen guten Aktionsplan aus?

17.10.2017
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