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Weihnachten im Betrieb

25.12.2009

Aus einer E-Mail eines Lesers: „Wir wollten in diesem Jahr zu Weihnachten einen Weihnachtsbaum aufstellen. Deshalb haben wir unseren Geschäftsführer freundlich gefragt, ob wir dieses (auf eigene Kosten!) dürfen. Jetzt schauen Sie sich einmal das Schreiben an, welches wir zurück bekommen haben.“  
„Sehr geehrter Herr ….,
sehr geehrte Frau ….,

vielen Dank für Ihr Schreiben hinsichtlich der Aufstellung eines Weihnachtsbaumes im Kantinenbereich unseres Hauptbetriebs. Leider kann ich Ihrem Wunsch nicht entsprechen. Es ist nicht Ihre Aufgabe, sondern die der Geschäftsleitung, solche Maßnahmen vorzuschlagen. Wir möchten Sie daher bitten, sich künftig um solche Dinge nicht mehr zu kümmern. Bitte gehen Sie Ihrer Arbeit nach und verschwenden Sie keine Arbeitszeit für solche Dinge.

Weihnachtsbäume können Ihre Kolleginnen und Kollegen, die aus keinem christlichen Herkunftsland stammen, kränken und verletzen. Sie können diskriminierend sein und es können sich weitreichende Folgen für unseren Betrieb ergeben. Stellen Sie sich nur vor, jede im Betrieb vorhandene Religion möchte Ihren eigenen Rieten und Gebräuchen nachgehen.

Hinzu kommen noch die Gefährdungen, die vom Baum selbst durch ein mögliches Umfallen oder eine Brandgefahr ausgehen.

Ich empfehle Ihnen, künftig lieber an Ihre Arbeit zu denken.

22.12.2009, Geschäftsführer“

Bemerkung: Es ist immer wieder erstaunlich, zu was manche Menschen fähig sind.

(Anm: Fettdruck durch RA Arno Schrader)

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