12.08.2009

Zwischenzeugnis, Zeugnis und qualifiziertes Zeugnis: Was hat es damit auf sich?

Nach wie vor sind Zeugnisse für Sie bei der Bewerbung um einen neuen Arbeitsplatz nicht unwichtig. Denn sie vermitteln einen Eindruck von Ihnen. Ihr möglicher neuer Arbeitgeber wird sich anhand der Zeugnisse einen ersten Eindruck über Ihre Person und Ihren beruflichen Hintergrund verschaffen.
Über diese Hürde müssen Sie erst einmal kommen, wenn Sie sich bei einem Bewerbungsgespräch persönlich vorstellen wollen.

Gut, dass Sie als Arbeitnehmer einen grundsätzlichen Anspruch auf ein Zeugnis haben. Dieser resultiert aus § 109 GewO.

Checkliste Zeugnisanspruch (§ 109 GewO)
Sie sind Arbeitnehmer

Verlangen Sie immer ein qualifiziertes Zeugnis

Sie haben nach § 109 GewO einen Anspruch auf ein qualifiziertes Zeugnis. Ihr Arbeitgeber ist verpflichtet, Ihnen ein solches Zeugnis auszustellen, wenn Sie es verlangen. Und das sollten Sie in aller Regel auch tun. Denn das qualifizierte Zeugnis ist der Regelfall. Insbesondere, wenn Sie längere Zeit bei Ihrem Arbeitgeber beschäftigt waren und nur ein einfaches Zeugnis vorlegen können, wird sich jeder potenzielle neue Arbeitgeber darüber wundern. In der Regel wird er vermuten, dass es irgendwelche (für Sie negativen Vorfälle gab), die nicht dokumentiert werden sollten.

Ein qualifiziertes Zeugnis kann ihr Arbeitgeber nur ausstellen, wenn Sie solange bei ihm beschäftigt waren, dass er Leistung und Verhalten beurteilen kann. Dazu sollte ein Zeitraum von 6 Wochen ausreichen (LAG Köln, Urteil vom 30.03.2001, Az. 4 Sa 1485/00).

Weitere Beiträge zu diesem Thema

 

23.10.2017
Abgeltungsklausel

Endet ein Arbeitsverhältnis, lässt sich der Arbeitgeber oft eine Ausgleichsklausel mit Abgeltungsklausel unterzeichnen. Der Arbeitgeber lässt sich hier quittieren, dass alle Ansprüche aus dem Arbeitsverhältnis (Urlaub, Lohn... Mehr lesen

23.10.2017
Neuer Behindertenbeauftragter der Bundesregierung

Die Bundesregierung hat einen neuen Beauftragten für die Belange behinderter Menschen. Es handelt sich um Herrn Hubert Hübbe. Der 53-jährige ist selbst Vater eines behinderten Sohns.   Mehr lesen

23.10.2017
Ehe mit Chinesin – Kündigung!

Was für eine Unverschämtheit! Da heiratet ein Arbeitnehmer eine Chinesin und wird deshalb gekündigt. Die Begründung des Arbeitgebers: Sicherheitsrisiko!  Mehr lesen