verständlich, unabhängig, rechtssicher

Arbeitnehmerrechte und betriebliche Interessen rechtssicher vertreten und durchsetzen.


Betriebliches Eingliederungsmanagement vor Kündigung

Der Fall: Ein Arbeitgeber hatte sein Betriebskonzept geändert. Seine Filialen wurden nach und nach von selbstständigen Handelsvertretern übernommen. 2009 wurde auch die Filiale eines weiteren Verkäufers im Wege des Betriebsübergangs an einen Handelsvertreter übergeben. Der Arbeitnehmer widersprach dem Übergang seines Arbeitsverhältnisses auf den übernehmenden Handelsvertreter und war dann fortan krank. Er wurde daraufhin vom Arbeitgeber auf Basis einer Sozialauswahl zum 31.10.2009 entlassen, da sein Arbeitsplatz weggefallen sei. Schon früher einmal war dieser Arbeitnehmer „dauerkrank“ gewesen.

Das Urteil: Der Arbeitnehmer klagte und gewann. Die Sozialauswahl war nicht richtig durchgeführt worden. Außerdem war der Arbeitnehmer langzeiterkrankt. Der Arbeitgeber hätte somit ein betriebliches Eingliederungsmanagement (BEM) in ausreichender Form durchführen müssen (LAG Berlin-Brandenburg, 4.1.2010, 10 Sa 2071/09).

09.06.2010
Weitere Beiträge zu diesem Thema:

Der Fall: Ein Arbeitnehmer war seit über 12 Jahren bei seinem Arbeitgeber beschäftigt. Feste Regeln für den Erwerb aussortierter Materialien gab es dort nicht. 2007 wurden dann 30 Jahre alte Werkbänke durch neue ersetzt. Die...

| 9. Juni 2010

Das ist schon besonders ärgerlich: Ein Arbeitnehmer ist beruflich auf seinen Führerschein angewiesen und nun ist ihm die Fahrerlaubnis entzogen worden. Er hat eine 11-monatige Sperrfrist und muss danach zur MPU,...

| 4. Dezember 2010

Man kann nicht mit allen Menschen gleich gut auskommen. Eventuelle zwischenmenschliche Schwierigkeiten dürfen aber nicht dazu führen, dass Arbeitnehmer ihre Kollegen und Vorgesetzten ernstlich beleidigen. In einem solchen Fall...

| 28. September 2017
© 2017, VNR Verlag für die Deutsche Wirtschaft