verständlich, unabhängig, rechtssicher

Arbeitnehmerrechte und betriebliche Interessen rechtssicher vertreten und durchsetzen.


PC ein Muss für die Betriebsratsarbeit

07.07.2010

Der Fall: Ein Arbeitgeber stritt seit Jahren mit seinem Betriebsrat über dessen Ausstattung mit einem handelsüblichen PC. Der Betriebsrat bestand aus 9 Mitgliedern und war für 319 Mitarbeiter in 69 Filialen zuständig. Diese Filialen waren in einem Umkreis von ca. 150 km verteilt. Der Betriebsrat musste seine Schreibarbeiten mit einer teilweise defekten, 22 Jahre alten elektrischen Schreibmaschine ausführen. Ein Telefon und ein Faxgerät hatte er allerdings. Er verlangte nun vom Arbeitgeber einen Standard-PC nebst Zubehör. Der Arbeitgeber verweigerte dies aber: Viele Dinge könnten ja auch mit der Hand geschrieben werden.

Das Urteil:
Das Gericht entschied zugunsten des Betriebsrats. Die Arbeit mit einer 22 Jahre alten, nicht voll funktionsfähigen elektrischen Schreibmaschine ist nicht zumutbar. Die handschriftliche Abfassung des Schriftverkehrs ist zudem zwischenzeitlich unüblich; also steht dem Betriebsrat die Ausstattung mit einem Computer zu (LAG Schleswig -Holstein, 27.1.2010, 3 TaBV 31/09).

Weitere Beiträge zu diesem Thema:

Ziele vereinbaren. Mit dieser Strategie versuchen immer mehr Arbeitgeber, die Leistungen ihrer Arbeitnehmer zu steuern und zu erhöhen. Allerdings wissen häufig bereits die nicht, was ihre Ziele sind. Für Sie als Betriebsrat...

| 3. August 2011

Unter Urlaub werden im allgemeinen Sprachgebrauch alle Zeiten verstanden, in denen Sie und Ihre Kollegen von der Arbeitspflicht befreit sind. Allerdings wird im Arbeitsrecht zwischen dem Erholungsurlaub und sonstigen...

| 27. Juli 2011

Sind Sie Datenschutzbeauftragter? Dann kennen Sie sicherlich § 4 f Abs. 3 S. 4 Bundesdatenschutzgesetz (BDSG). Danach können Sie nicht ohne weiteres von ihrer Bestellung abberufen werden. Mit einem solchen Fall hat sich nun auch...

| 30. März 2011
© 2017, VNR Verlag für die Deutsche Wirtschaft