verständlich, unabhängig, rechtssicher

Arbeitnehmerrechte und betriebliche Interessen rechtssicher vertreten und durchsetzen.


Wer trägt die Kosten im Fall einer Berufskrankheit?

18.08.2009

Sofern Sie eine berufsbedingte Erkrankung geltend machen wollen, müssen Sie einen entsprechenden Antrag bei einem Unfallversicherungsträger stellen.

Dabei ist es zunächst einmal unerheblich, ob der konkrete Träger tatsächlich für Ihren Betrieb zuständig ist.

Vielmehr hat der Träger, an den Sie Ihren Antrag gestellt haben, die Aufgabe, die korrekte Zuständigkeit selbst zu ermitteln. Sofern Ihr Antrag anerkannt wird, haben Sie Anspruch auf die Leistungen der gesetzlichen Unfallversicherung. Das betrifft insbesondere die Heilbehandlung als solche, aber auch Maßnahmen zur Rehabilitation. Darüber hinaus kommen auch Pflegeleistungen bis hin zu einer eventuellen Hinterbliebenenrente in Betracht.

Anerkennung einer Berufskrankheit als besondere Herausforderung

Ziel des Sozialgesetzbuch VII ist es, Arbeitnehmer im Rahmen der gesetzlichen Unfallversicherung vor Berufskrankheiten zu schützen bzw. deren Folgen finanziell abzufedern. Aufgrund der komplexen sachlichen und medizinischen Zusammenhänge geht dieser Schutzgedanke allerdings mit einem aufwändigen Nachweisprozess einher.

Hier sollten Sie als Arbeitnehmer frühzeitig juristische Unterstützung in Anspruch nehmen, um etwaige Verfahrensfehler zu verhindern. Soweit vorhanden, ist Ihr Betriebsrat ebenfalls verpflichtet, Sie in derartigen Fragen aktiv zu unterstützen.

Weitere Beiträge zu diesem Thema:

Ihr Arbeitgeber darf Sie nicht alles fragen. Nach einer Schwerbehinderung beispielsweise dürfen Sie nicht gefragt werden. Wie ist es aber umgekehrt? Welche Informationen dürfen Sie als Beschäftigter von Ihrem Arbeitgeber...

| 12. September 2011

Die Entgeltfortzahlung im Krankheitsfall ist im Entgeltfortzahlungsgesetz geregelt. Nach § 3 erhält ein Arbeitnehmer für die Dauer der Arbeitsunfähigkeit, längstens bis zu 6 Wochen, sein Entgelt weiter. Voraussetzung ist...

| 19. Juni 2010

Immer wieder ein schönes Problem: Eine Arbeitnehmerin ist noch bis zum 24.12.2010 arbeitsunfähig erkrankt. Sie hat ihrem Arbeitgeber einen Gelben Schein vorgelegt und soweit ist alles in Ordnung.  

| 5. Dezember 2010
© 2015, VNR Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG